Und auch Sony – rote Zahlen so weit das Auge reicht

Und auch Sony – rote Zahlen so weit das Auge reicht

In dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal gab es den nächsten Verlust in Höhe von 15,5 Mrd. Yen (149,35 Mio. Euro). Vor einem Jahr war das Minus mit 27 Mrd. Yen allerdings noch höher gewesen.

Der Umsatz legte unterdessen um 1,9 Prozent auf 1,6 Bill. Yen zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das war allerdings nur der Einbeziehung der früher zusammen mit Ericsson geführten Handy-Sparte Sony Mobile geschuldet. Hätte man sie schon vor einem Jahr mit eingerechnet, wären die Erlöse jetzt um acht Prozent geschrumpft.

Sony machen wie anderen japanischen Elektronik-Konzernen die Flaute im Geschäft mit TV-Geräten und der starke Yen zu schaffen. Der neue Konzernchef Kazuo Hirai will mit einem rigiden Sparkurs und Innovationen wieder in die schwarzen Zahlen zurückkommen. Durch die Kostensenkungen in der TV-Produktion gab es immerhin einen operativen Gewinn von 30,3 Mrd. Yen. Er wurde aber unter anderem durch Steuern, Währungskursverluste und Zinsen aufgezehrt.

Gesamtjahresgewinn

Sony sieht sich aber weiterhin auf Kurs, im gesamten Geschäftsjahr einen Gewinn von 20 Mrd. Yen einzufahren und damit die Kette von Verlusten zu durchbrechen. Im vergangenen Jahr gab es ein Rekord-Minus von 456,7 Mrd. Yen. Nach den ersten sechs Monaten dieses Geschäftsjahres lief bisher ein Fehlbetrag von 40,11 Mrd. Yen auf - ab jetzt müssen die Zahlen also deutlich besser werden. Sony griff in diesem Jahr unter anderem zum Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen, um die Kosten zu kappen.

Sein Geschäft mit TV-Geräten will Sony wie bisher erst bis März 2014 in die Gewinnzone bringen. Im vergangenen Quartal gelang es immerhin, den operativen Verlust der Sparte Unterhaltungselektronik im Jahresvergleich von 41,8 auf 15,8 Mrd. Yen zu senken. Allerdings brach auch der Umsatz um ein Viertel ein. Für Sony seien jetzt schwarze Zahlen wichtiger als der Ausbau des Geschäfts, hieß es dazu. Zugleich will Sony im November den Verkauf eines neuen Fernsehgeräts mit noch höherer Auflösung starten.

Im Geschäft mit Mobiltelefonen und Computern gab es einen operativen Verlust von 23,1 Mrd. Yen, vor allem wegen sinkender PC-Verkäufe. Die Spielesparte schwächelte abermals wegen schlechterer Verkäufe der Spielekonsole Playstation 3 und der mobilen PSP, das neue Modell PS Vita konnte die Rückgänge nicht ausgleichen. Der Umsatz sackte um 15,8 Prozent ab und das operative Ergebnis um fast ein Viertel auf nur noch 2,3 Mrd. Yen. Immerhin gab es im Film- und Musik-Geschäft operative schwarze Zahlen von jeweils 7,9 Mrd. Yen.

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