UBS: "Fehlverhalten inakzeptabel"

UBS: "Fehlverhalten inakzeptabel"

Schweizer Bank bereitet sich auf Prozess um unautorisierte Handelsgeschäfte vor - UBS-Chef Sergio Ermotti mahnt seine Mitarbeiter.

Sergio Ermotti, der Chef der UBS AG, hat seine Mitarbeiter im Vorfeld des Gerichtsverfahrens gegen Kweku Adoboli daran erinnert, dass Fehlverhalten “inakzeptabel” sei. Die größte Schweizer Bank bereitet sich zurzeit auf den Prozess vor, bei dem es um unautorisierte Handelsgeschäfte geht, die der UBS einen Verlust von 2,3 Mrd. Dollar beschert hatten.

Es sei ebenfalls ein Fehlverhalten, wenn Mitarbeiter ein Auge zudrückten und nicht eingriffen, wenn sie Unregelmäßigkeiten bemerkten oder Bedenken nicht an Vorgesetzte weitergäben, erklärte Ermotti in einem Schreiben an Mitarbeiter am Dienstag. “Trotz all der Fortschritte, die wir seit diesem Vorfall gemacht haben, sollten wir nie vergessen, dass unser Ruf wichtiger ist als alles andere und jeder einzelne von uns Hüter dieses Rufs ist”, erläuterte Ermotti.

Das Verfahren gegen Adoboli wird voraussichtlich am 10. September beginnen. Der frühere Händler bei der Investmentbank der UBS in London hat sich im Januar nicht schuldig bekannt.
“So unangenehm dieses ganze Verfahren für die UBS auch sein wird, so wird es uns auch zeigen, welche Konsequenzen durch Fehlverhalten entstehen”, fügte der UBS-Chef hinzu. Der Inhalt des Schreibens wurde von der UBS bestätigt. Die Bank ist nicht als eine der Parteien an dem Verfahren beteiligt.

Der Verlust trug dazu bei, dass der frühere UBS-Chef Oswald Grübel seinen Hut nahm, ebenso wie die beiden Co-Chefs der Aktiensparte Francois Gouws und Yassine Bouhara. Zudem wurden Disziplinarmaßnahmen gegen eine Zahl weiterer Mitarbeiter ergriffen.

Die Details, die während der Verhandlung ans Licht kämen, seien Teil der Vergangenheit, erklärte Ermotti. “Wir sollten in die Zukunft sehen.”
Der Aktienkurs der UBS sank am Dienstag in Zürich um 1,6 Prozent auf 10,56 Franken. Seit Jahresbeginn haben die Titel damit 5,6 Prozent eingebüßt.

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