Tiefpunkt für Apple – jetzt bewerben sich die Angestellten schon bei HP

Tiefpunkt für Apple – jetzt bewerben sich die Angestellten schon bei HP

Die Börsianer zweifeln mal wieder an Apple. Am Montag fiel der Aktienkurs des iPhone- und iPad-Herstellers erstmals seit April kurz unter die markante Marke von 400 Dollar. Seit dem Rekordhoch im September vergangenen Jahres von 705,07 Dollar ist der Wert der Aktie damit um mehr als 40 Prozent abgesackt. Jetzt soll der Kursverfall sogar schon die Arbeitsmoral der Angestellten belasten, weshalb sie sich selbst beim PC-Konzern Hewlett-Packard (HP) bewerben, der in einem gewaltigen Umbau steckt.

Hintergrund des neuerlichen Kursrückgangs sind negative Kommentare von Analysten. So schrieb die US-Investmentbank Jefferies in einer Studie, Einzelhändler und Mobilfunkbetreiber säßen auf einem doppelt so hohen Lagerbestand an iPhones wie normal. Dies deute darauf hin, dass Apple weniger Mobiltelefone verkaufe als erwartet. Daraufhin senkte Jefferies sein Kursziel von 420 auf 405 Dollar.

Auch ein Analyst von Global Equities äußerte sich skeptisch. Der jüngste Kursrutsch habe sich auf die Arbeitsmoral der Angestellten geschlagen. Personalvermittler sähen immer mehr Apple-Mitarbeiter, die sich für Jobs bei Google, LinkedIn, Facebook "und sogar bei Hewlett-Packard" bewerben würden. HP leidet unter Verkaufsrückgängen bei PC und steckt in einem gewaltigen Umbau.

Nachdem die Apple-Aktie kurzzeitig bis auf 398,05 Dollar abgesackt war, lag das Papier zum Börsenschluss in New York 3 Prozent im Minus bei gut 402 Dollar. Damit zählte der kalifornische Konzern zu den schwächsten Werten im technologielastigen Börsenindex Nasdaq 100.

iTV und iWatch – viel Spekulation, nichts Konkretes

Immer wieder kocht die Sorge hoch, dass es Konzernchef Tim Cook nicht gelingen könnte, weiterhin innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Viel spekuliert wurde über eine Uhr und einen Fernseher, doch passiert ist bisher nichts. Zudem leiden die iPhone-Verkäufe unter dem schärferen Wettbewerb. So bevorzugen viele Kunden mittlerweile Samsungs Galaxy-Smartphones, die mit dem Betriebssystem Android laufen.

Die Marktforschungsfirma Gartner prophezeite am Montag, dass die Zahl der ausgelieferten Geräte mit Apples Betriebssystemen iOS und MacOS von annähernd 213.000 im vergangenen Jahr auf mehr als 296.000 in diesem Jahr steigen werde. Ein guter Teil dieser Geräte sind jedoch iPad Mini, woran Apple weniger verdient als einem großen iPad oder an einem iPhone. Gerüchteweise arbeitet Apple auch an einem Einsteiger-iPhone, um den Markt der günstigeren Smartphones nicht den Android-Konkurrenten zu überlassen.

Apple ist mit insgesamt rund 380 Mrd. Dollar immer noch das wertvollstes Technologieunternehmen der Welt. Google hat sich allerdings bis auf etwa 90 Mrd. Dollar herangearbeitet und auch Microsoft konnte den Abstand verkürzen. Den Titel des wertvollsten börsennotierten Konzerns hat der Ölkonzern ExxonMobil zurückerobert.

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