ThyssenKrupp und das US-Milliardengrab

ThyssenKrupp und das US-Milliardengrab

Laut internen Berechnungen der Essener Konzernzentrale könnte das Unternehmen im schlimmsten Fall rund elf Mrd. Euro verlieren, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch.

Die beiden Werke haben ThyssenKrupp unter anderem wegen teuren Baumängeln bereits zwölf Mrd. Euro gekostet und sollen nun verkauft werden.

In der Konzernzentrale werden laut dem Bericht Szenarien für Erlöse in Höhe von ein, zwei, drei und vier Mrd. Euro durchgespielt. Im schlechtesten Fall stünden Erlösen von einer Milliarde Euro aufgelaufene Kosten von zwölf Mrd. Euro gegenüber. Dies wäre ein Minus von elf Mrd. Euro. Bei ThyssenKrupp wird dieser Fall als "unwahrscheinlich bis ausgeschlossen" bezeichnet. Durchgerechnet wird diese Version indes trotzdem.

Bei ThyssenKrupp werde derzeit intensiv nach den Schuldigen für das Desaster in Übersee gesucht, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Demnach wurden dem Aufsichtsrat vergangene Woche mehrere Berichte mit teils schweren Vorwürfen gegen den alten Vorstand um den früheren Konzernchef Ekkehard Schulz vorgelegt. In einem 32-seitigen Report heißt es demnach, viele Antworten des damaligen Vorstands auf Fragen des Aufsichtsrats zu den beiden Werken hätten sich im Nachhinein als "zu optimistisch, unvollständig und teilweise als falsch herausgestellt".

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