ThyssenKrupp hält jetzt an der Börse die Hand auf

ThyssenKrupp hält jetzt an der Börse die Hand auf

ThyssenKrupp startet seine angekündigte Kapitalerhöhung. Der mit fünf Milliarden Euro verschuldete Konzern will 51,5 Millionen neuer Aktien ausgeben. Der Ausgabewert liegt über 17 Euro.

Essen. Nach dem Verkauf seines Stahlwerks in Mobile, Alabama, startet der mit fünf Milliarden Euro verschuldete deutsche Industriekonzern ThyssenKrupp jetzt seine angekündigte Kapitalerhöhung.

Wie schon am Samstag berichtet will der Vorstand das Grundkapital um zehn Prozent erhöhen. Der Konzern wähle dabei den Weg eines "Accelerated Bookbuilding"-Verfahrens, die neuen Aktien sollen deutschen und internationalen Investoren angeboten werden. Die Commerzbank und J.P. Morgan begleiten die Transaktion. Platzierungspreis und Emissionserlös sollen nach der Preisfestsetzung bekannt gegeben werden, hieß es weiter. Mit den Einnahmen sollen das Eigenkapital des Konzerns gestärkt und die Nettofinanzschulden reduziert werden, bekräftigte der Konzern. Laut Händlern wird die Preisspanne für die neuen Aktien zwischen 17,05 und 17,635 - dem Börseschlusskurs vom 2. Dezember 2013 - liegen.

Dringend benötigtes Geld

Der Dax-Konzern erhofft mit der Kapitalerhöhung nach einem erneuten Verlust von 1,5 Milliarden Euro im mit September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr rund eine Milliarde Euro einnehmen zu können.




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ThyssenKrupp-Großaktionär Cevian lehnte zunächst eine Stellungnahme zu der Frage ab, ob der Investor bei der Kapitalerhöhung mitzieht. "Cevian schließt nicht aus, sich an einer Kapitalerhöhung zu beteiligen", hatte eine Sprecherin des Hedgefonds aber noch am Morgen bekräftigt.

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