Tesla baut größtes Batteriewerk der Welt

Tesla baut größtes Batteriewerk der Welt

Beide Bauplätze sollen entsprechend vorbereitet werden, um sicherzustellen, dass die Akkus bei Bedarf auch produziert werden können. Tesla plant derzeit in etwa drei Jahren ein Elektroauto für den Massenmarkt, wie das Unternehmen bereits im Februar erklärt hatte.

Dafür soll das bislang größte Batteriewerk der Welt entstehen. Erwogen werden derzeit mehrere Standorte in den Bundesstaaten Arizona, Nevada, Neu-Mexiko und Texas. Musk wollte auf Nachfrage noch nicht verraten, welcher Bundesstaat die besten Chancen hat und wann das Werk letzlich arbeiten soll. Laut CEO Musk sind günstig produzierte Batterieeinheiten für den pünktlichen Marktstart des bislang preiswertesten Tesla- Fahrzeugs entscheidend.

“Wir werden uns für die neue Fertigung zunächst in mehr als nur einem Staat engagieren, in mindestens zweien, und zwar vor allem zur Vermeidung von möglichen Engpässen in letzter Minute”, sagte Musk von Tesla (ISIN US88160R1014) . Es sei das Ziel, die Risiken für die Fertigstellung des Werks und die pünktliche Inbetriebnahme zu minimieren. Tesla investiere bis zu fünf Mrd. Dollar und will zunächst bis zu 6500 Mitarbeiter beschäftigen.

Tesla mit Sitz im kalifornischen Palo Alto soll nach den Vorstellungen von Musk den Schritt zum weltweit führenden Elektroautohersteller vollziehen. Dazu sollen die Herstellungskosten für Batterien zum aktuellen Wert um 30 Prozent sinken. Das neue Werk soll nach den Vorstellungen des CEO auch die Konzerntochter SolarCity Corp. beliefern. Geplant ist eine Solarstromspeicherung in Privatgebäuden. Überdies wird die Produktion des bereits am Markt etablierten Tesla-Elektroautos Model S, einer Oberklasselimousine, in Fremont in Kalifornien in diesem Jahr um mindestens 56 Prozent erhöht, sagte Musk. In der abgelaufenen Woche hatte er das Fahrzeug persönlich zum Auslieferungsbeginn in China begleitet.

Tesla hatte im März zur Finanzierung des neuen Batteriewerkes eine Wandelanleihe im Umfang von 2,3 Mrd. Dollar begeben. “Zweifellos ist diese Strategie unkonventionell”, sagte Branchenkenner Michael Robinet vom Marktbeobachter IHS Automotive in Southfield im Bundesstaat Michigan. Aber es habe sich bereits gezeigt, dass Tesla begabt sei, die üblichen Vorgehensweisen in der Industrie zu sprengen.

Es sei in der Tat ungewöhnlich, den Bau eines Werks an mehreren Standorten vorzubereiten, sagte Musk. Es könne sich aber ebenso herausstellen, dass Tesla in Zukunft mehr als eine dieser Gigafactories in den USA benötige. “Aber wir geben tatsächlich mehr Geld aus als zur Minimierung des Risikos einer verspäteten Produktion eigentlich nötig wäre”, sagte Musk.

Die so genannte dritte Modellgeneration von Tesla nach der Limousine Model S und dem SUV Model X im Jahre 2015 soll ein Mittelklassefahrzeug sein. Es soll im Preis etwa vergleichbar sein mit einem 3er-BMW und würde damit etwa die Hälfte eines Model S kosten. Produktionsvorbereitung für das neue Fahrzeug werde nun paralell zum Bau der Gigafactory vollzogen, sagte Musk.

Kalifornien finde sich nicht auf der Liste potenzieller Kandidaten für das neue Werk, sagte Musk. Hier seien die Hürden für den Bau wegen Umweltgesetzen und anderer regulatorischer Bestimmungen zu langwierig, sagte er: “In Kalifornien gibt es so viele Behörden. Wir wollen zwar ein sehr umweltfreundliches Werk bauen, aber wir können nicht die riesige Datenmenge bereitstellen, die für eine Genehmigung in Kalifornien notwendig wäre”.

Tesla wird seine Ergebnisse zum ersten Quartal vorlegen am 7. Mai. Aktien von Tesla haben seit Beginn des Jahres rund 38 Prozent im Kurs zugelegt.

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