Techno-Aktien im Fokus: Logitech enttäuscht die Anleger

Aktie an der Zürcher Börse eingebrochen.

Enttäuschende Quartalszahlen von Logitech International SA haben die Aktie des Computerzubehör- Anbieters am Donnerstag an der Zürcher Börse einbrechen lassen. Der Verlust für das erste Quartal fiel doppelt so hoch aus wie von Analysten erwartet.

Die Aktie notierte zeitweise 13 Prozent im Minus und wurde gegen 12.30 Uhr MESZ zu 8,42 Franken gehandelt und damit 5,9 Prozent tiefer als zum Vortagesschluss. Der Nettoverlust für die drei Monate bis Ende Juni betrug 52,1 Millionen Dollar, gegenüber 29,6 Millionen Dollar im Vorjahr. Analysten hatten einen Verlust von 20,3 Millionen Dollar erwartet.

Der Nettoverlust “ist eindeutig eine Enttäuschung, verfehlt die Erwartungen und ist ein Hinweis darauf, dass Logitech vermutlich die Preise senken musste, um die Lager zu räumen”, schrieb der Helvea-Analyst Stefan Gaechter am Donnerstag in einer Notiz. “Logitech hat es erneut unterlassen, eine quantitative Orientierung für das gesamte Geschäftsjahr 2013 herauszugeben und darauf verwiesen, dass sich das Unternehmen immer noch in einer Umstrukturierungsphase befindet.”

Das Problem mit Tablets

Die Ausbreitung von Tablet-Computern, die keine Mäuse benötigen, hat dem herkömmlichen Desktop- und Notebook-Geschäft von Logitech geschadet. Im Mai führte das Unternehmen eine drahtlose Solartastatur für die Apple-Produkte Mac, iPad und iPhone ein.

Verwaltungsratspräsident Guerrino De Luca verwies in der Mitteilung darauf, dass im ersten Quartal mehrere Einmalausgaben anfielen, die die künftige Ertragskraft stärken sollten. Logitech will die meisten Neuerungen in diesem und dem Folgequartal einführen, hieß es weiter.

Das Unternehmen, das auch Hardware für Computerspiele herstellt, teilte im Juni mit, es rechne im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsplan für das laufende Geschäftsjahr mit Vorsteuerbelastungen in Höhe von 35 Millionen Dollar. Im April hatte Logitech im Zuge eines Programms zur Einsparung von 80 Millionen Dollar im Jahr eine Management-Ebene abgeschafft.

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