T-Mobile US will sich frisches Geld an der Börse besorgen

T-Mobile US will sich frisches Geld an der Börse besorgen

Nach guten Quartalszahlen und einem Rekordergebnis will T-Mobile USA jetzt weiter expandieren und sich dafür neues Geld an der Börse holen. Knapp 73 Millionen junge Aktien sollen ausgegeben werden.

Washington. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom will frisches Geld an der Börse einsammeln. T-Mobile US bietet bis zu 72,8 Millionen neue Aktien an, wie das Unternehmen am Montag am Sitz in Bellevue mitteilte. Zum Schlusskurs würden die Einnahmen bei annähernd zwei Milliarden Dollar (rund 1,5 Mrd Euro) liegen, wobei Abschläge auf den Preis bei derartigen Kapitalerhöhungen üblich sind.

T-Mobile US greift die größeren amerikanischen Mobilfunker Verizon und AT&T mit einfachen und vergleichsweise günstigen Tarifen an. Damit konnte der Anbieter zuletzt deutlich an Kunden gewinnen. Allerdings muss das Netz ausgebaut werden, was viel Geld kostet. Das Unternehmen gehört zu 74 Prozent der Deutschen Telekom.

Vergangene Woche präsentierte T-Mobile USA starke Quartalszahlen. Der viertgrößte US-Mobilfunkanbieter gewann im dritten Quartal unterm Strich 648.000 neue Kunden hinzu. Das waren 200.000 mehr als von Analysten erwartet. Es ist der zweite Anstieg in Folge für T-Mobile US, nachdem die Kunden dreieinhalb Jahre lang zu Rivalen wie Verizon Wireless und AT&T gewechselt waren.

T-Mobile Chief Executive John Legere erntet inzwischen die Früchte einer Neuausrichtung auf dem hart umkämpften amerikanischen Markt. In New York ist das Unternehmen bereits die Nummer Eins, jetzt will man im Rest der USA hoch hinaus. Die Wende kam durch den Ausbau des einst löcherigen Handynetzes und die Einführung des iPhones, das der Telekom-Ableger nach großer Verspätung erst seit April anbietet. Bereits im zweiten Quartal konnte das Unternehmen 688.000 neue Vertragskunden gewinnen. Der Erfolg macht das Management optimistischer: Es erwartet für das Gesamtjahr mittlerweile einen deutlich stärkeren Kundenzuwachs um bis zu 1,8 Millionen - bislang war ein Plus von höchstens 1,2 Millionen angepeilt.

Das US-Geschäft ist einer der größten Brocken in der Telekom-Bilanz. 2012 machte es gut ein Viertel des Gesamtumsatzes aus. Die Zwischenbilanz des Konzerns wird am Donnerstag veröffentlicht.

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