T-Mobile US investiert 3,3 Milliarden Dollar in Mobilfunkfrequenzen

T-Mobile US investiert 3,3 Milliarden Dollar in Mobilfunkfrequenzen

Der Deal stärkte den Aktienkurs des viertgrößten Mobilfunkanbieters in den USA, die Aktie legte an der Wall Street um 2,5 Prozent zu. Die US-Kartellbehörden müssen dem Verkauf allerdings noch zustimmen, danach könnte die Transaktion Mitte des Jahres abgeschlossen werden, teilte das Unternehmen mit.

Vom Kaufpreis zahle T-Mobile US 2,37 Milliarden Dollar in bar - der Rest gehe im Zuge einer Übertragung von Frequenzen an Marktführer Verizon über die Bühne.

Mit dem Kauf treibt der Telekom-US-Ableger den Ausbau seines Netzes für den mobilen Datenfunk voran. "Das ist eine gute Möglichkeit, um sich Spektrum im niedrigen Frequenzbereich in vielen der wichtigen Gebiete der USA zu sichern", sagte T-Mobile-Chef John Legere. Funkblöcke im 700 Megahertz-Bereich etwa eignen sich besonders, um dünn besiedelte Regionen des Riesenlands mit Funk-Internet zu versorgen.

Analysten werteten den Kaufpreis als zu hoch

Einige Analysten bewerteten den Kaufpreis als sehr hoch. Er liegt rund 26 Prozent über der Summe, die Verizon selbst vor Jahren für die Frequenzen bezahlt hat. T-Mobile US hatte im November beim Verkauf von Aktien und Anleihen 3,8 Milliarden Dollar eingenommen. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben weitere Funkfrequenzen bei staatlichen Auktionen Ende 2014 und 2015 erwerben. US-Tochter ist an der Börse 26 Milliarden Dollar wert

Die Telekom hält 67 Prozent an der US-Tochter und will sich über kurz oder lang aus dem hart umkämpften amerikanischen Markt zurückziehen. Interessenten gehen bereits in Startposition: Der US-Satelliten-Fernsehanbieter Dish nimmt Insidern zufolge den Telekom-Ableger ins Visier. Das erfuhr Reuters Mitte Dezember von drei mit den Vorgang vertrauten Personen. Damit könnte sich ein Bieterrennen anbahnen, denn auch dem Rivalen Sprint wird bereits Kaufinteresse nachgesagt.

Eine Übernahme könnte dem Bonner Konzern viel Geld in die Kasse spülen: An der Börse ist die US-Tochter 26 Milliarden Dollar wert. Die Telekom könnte diese Einnahmen gut für den sehr teuren Ausbau der Datenautobahnen in Deutschland gebrauchen.

Für die Telekom wäre der Zeitpunkt für einen Verkauf der US-Tochter günstig. Die Bonner konnten jüngst den jahrelangen Kundenexodus ihres Amerika-Ablegers mit Milliardenaufwand stoppen - seit dem Frühjahr gewinnt das einstige Sorgenkind des Bonner Telefonanbieters sogar wieder neue Vertragskunden.

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