Swiss Re – die Good News reißen nicht ab

Swiss Re – die Good News reißen nicht ab

Bei Swiss Re läuft das Geschäft rund. Der zweitgrößte Rückversicherer der Welt erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 einen Gewinn von 1,38 Mrd. Dollar (1,06 Mrd. Euro) - gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

Auch heuer blieben größere Schadenereignisse bisher aus. "Wir hatten keine nennenswerten Schadenereignisse zu verzeichnen", sagte Finanzchef George Quinn am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.

Da sich Swiss Re jedoch bereits im ersten Quartal des Vorjahres eines ruhigen Geschäftsverlaufs ohne größere menschengemachte oder naturbedingte Katastrophen erfreut hatte, ist der gute Start ins neue Jahr auch anderen Gründen zu verdanken.

So verweist der Konzern, der 2013 sein 150-jähriges Bestehen feiert, unter anderem auf das zufriedenstellende organische Wachstum sowie auf den Ablauf eines 20-Prozent-Quotenvertrags mit der Investitionsgesellschaft Berkshire Hathaway. Zudem seien im Laufe des letzten Jahres große Transaktionen abgeschlossen worden, die sich jetzt auf der Einnahmeseite auswirken würden.

Bei den Prämien und Gebühreneinnahmen konnte Swiss Re zum Beginn des Jubiläumsjahres einen Zuwachs um 9 Prozent auf 6,78 Mrd. Dollar verbuchen. Aufgrund der wenigen Schadenereignisse lag auch die Combined Ratio (Schaden/Kostenquote) mit 72,4 Prozent ausgesprochen niedrig. In der Vorjahresperiode hatte das Verhältnis der Schadenlasten und internen Kosten gemessen an den Prämien noch 84,9 Prozent betragen.

Allerdings wurde die Combined Ratio in diesem Jahr von Reserveauflösungen begünstigt. Ohne diese in früheren Jahren aufgebauten Kapitalreserven hätte der Schaden-Kosten-Satz 86,8 Prozent angezeigt. Das Ergebnis je Aktie schließlich verbesserte sich von Jänner bis März 2013 auf 4,02 Dollar nach 3,33 Dollar im Vorjahr.

Das klassische Kerngeschäft Rückversicherungen, bei Swiss Re unter dem Namen Property & Casualty Reinsurance geführt, trug mit rund 1 Mrd. Dollar den größten Anteil zum Konzerngewinn bei. Das Gewinnwachstum war hier mit über 50 Prozent besonders augenscheinlich. Allein in diesem Geschäftsbereich nahm die Swiss Re 3,5 Mrd. Dollar an Prämien ein - 15 Prozent mehr als 2012.

Die zweitgrößte Sparte - Life&Health Reinsurance - kam auf Prämieneinnahmen von rund 2,3 Mrd. Dollar. Der Gewinn stieg hier nur leicht auf 222 Mio. Dollar, nach 209 Mio. in der Vorjahresperiode. Dafür verantwortlich seien das anhaltende Wachstum im Segment Health in Europa und Asien sowie höhere Prämien im Langlebigkeitsbereich, erklärte Swiss Re.

In der sich im Aufbau befindenden Sparte Corporate Solutions - zuständig für das Risikomanagement großer Konzerne - stieg der Gewinn um 20 Prozent auf 101 Mio. Dollar. Hier ist laut Finanzchef Quinn auch das einzige erwähnenswerte Schadenereignis der ganzen Gruppe aufgetreten, nämlich ein Satellitenabsturz, der mit 30 Mio. Dollar zu Buche schlug.

Die einzige Sparte, die in diesem Jahr weniger Gewinn und Prämien eintrieb als im Vorjahr, war Admin Re. Bei der Verwaltung der Versicherungsportefeuilles von Erstversicherern fiel das Ergebnis mit 78 Mio. Dollar um über die Hälfte kleiner aus als im ersten Quartal 2012, wo 174 Mio. Dollar Gewinn erzielt wurden. Die Prämieneinnahmen gingen von 434 auf 322 Mio. Dollar zurück.

Alles in allem sieht sich Swiss Re auch für die Zukunft gut gewappnet und gibt an, mit den Finanzzielen für die Jahre 2011 bis 2015 sei man nach wie vor auf Kurs. Außerdem sei der Konzern gut positioniert, um sich auch unter den "anhaltend unsicheren weltwirtschaftlichen Bedingungen zu behaupten".

Einen ähnlich guten Start ins erste Quartal 2013 legte auch der bedeutendste Konkurrent der Swiss Re hin. Die Münchener Rück als weltgrößter Rückversicherer erzielte einen Gewinn von knapp einer Milliarde Euro.

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