Studie: Finanztransaktionssteuer – mehr Schaden als Nutzen?

Studie: Finanztransaktionssteuer – mehr Schaden als Nutzen?

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von PricewaterhouseCoopers LLP im Auftrag der Finanzbranche. Eine Finanztransaktionssteuer (FTS) wird der Studie zufolge das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wahrscheinlich um 0,3 Prozent bis 2,4 Prozent drücken.

Für den Bericht hat PwC bereits veröffentlichte Studien zu den Steuerplänen untersucht. Die Steuer dürfte laut PWC auch nicht den wichtigsten Ursachen für systemische Risiken im Markt, wie etwa die Verbindungen der Finanzinstitute untereinander, entgegenwirken.

“Der Gedanke, dass der Vorschlag für eine Finanztransaktionssteuer die Einnahmen im erwarteten Ausmaß erhöht, ist unrealistisch”, sagte Anthony Belchambers, CEO der Futures & Options Association in London, in einem Interview. “Die Vorstellung, dass es marktabhängend nicht zu einem erheblichen Verlust an Handelsvolumina kommen wird, ist unrealistisch. Und zu suggerieren, dass die Kosten nur die Banken betreffen, ist unrealistisch”, fügte er an.

Der französische Präsident Francois Hollande, der, bevor er ins Amt kam, die Finanzbranche als seinen “größten Gegner” bezeichnete, führte seither eine Steuer auf den Aktienhandel ein. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützte letztes Jahr den Plan der Europäischen Kommission für eine breitangelegte Finanztransaktionssteuer, die Aktien, Anleihen, Derivate und andere Vermögenswerte erfasst.

Die EU-Kommission hat 2011 einen ersten Vorschlag für eine FTS vorgelegt, die in allen elf Staaten der Europäischen Union, die der Einführung einer solchen Steuer zugestimmt haben, erhoben würde. Ziel der FTS ist es, die Volatilität im Markt zu verringern und die Märkte für Investoren sicherer zu machen. Zudem soll die Steuer Nachteile für Handelstransaktionen schaffen, wenn diese den Markt nicht effizienter machen; sicherstellen, dass die Finanzinstitute dazu beitragen, die Kosten der jüngsten Krise zu tragen; und die indirekte Besteuerung harmonisieren.

Die Studie von PwC ist von 27 Verbänden und Organisationen der Finanzbranche in Auftrag gegeben worden, darunter FOA, Paris Europlace, British Bankers Association und Investment Management Association.

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