Sprint bastelt an Kaufangebot zur Übernahme von T-Mobile USA

Sprint bastelt an Kaufangebot zur Übernahme von T-Mobile USA

Sprint will T-Mobile USA übernehmen. Die Pläne sind bereits sehr weit gediehen. Nun soll Sprint mit Banken bereits ein auf 50 Milliarden Dollar geschätztes Kaufangebot vorbereiten.

Die Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508) könnte bald ein zig Milliarden schweres Kaufangebot für ihre US-Tochter T-Mobile USA (ISIN US8725901040) erhalten. Wie die Nachrichtenagentur Reuters beichtet stimmt sich das Management von Sprint (ISIN US85207U1051)
, dem drittgrößten Mobilfunkanbieter der USA, bereits mit Banken über die Finanzierung zur Übernahme ab.

Das Vorhaben wird auf rund 50 Milliarden Dollar geschätzt. Laut Reuters, das sich auf Insiderberichte beruft sind fünf Banken, darunter die Deutsche Bank, JPMorgan und Goldman Sachs involviert. Falls die Übernahme zustande kommt wird Sprint wohl auch Funkfrequenzen abgeben müssen.

Angebot für Juni oder Juli erwartet

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet wiederum unter Berufung auf eingeweihte Personen, dass die japanische Sprint-Mutter Softbank (ISIN JP3436100006) im Juni oder Juli ein Angebot T-Mobile USA vorlegen wird.

Softbank arbeitet demnach auch der Deutschen Telekom an einer Lösung der Frage, wer den Mobilfunkanbieter nach einer Fusion führen soll. Favorit ist offenbar derzeit T-Mobile-US-Chef John Legere.

T-Mobile US ist der aktuell viertgrößte Mobilfunker im von Verizon Wireless und AT&T dominierten US-Markt und damit zu klein, um große Gewinne einzufahren. Im letzten Jahr ist T-Mobile USA schnell gewachsen, allerdings zu einem hohen Preis. Im ersten Quartal 2014 verlor das Unternehmen 151 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 107 Millionen Dollar verdient.

Wunschziel der Telekom-Spitze ist deshalb weiterhin ein Ausstieg. Allerdings konnte T-Mobile US zuletzt rasant neue Kunden gewinnen. Das Unternehmen kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 23,5 Milliarden Dollar.

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