Spieler-Exodus führte bei bwin.party zu einem Erlöseinbruch

Spieler-Exodus führte bei bwin.party zu einem Erlöseinbruch

Der in London börsenotierte österreichisch-britische Online-Wettanbieter bwin.party hat im ersten Quartal 2013 knapp ein Viertel seiner Spieler verloren und einen Erlöseinbruch erlitten.

Die Umsätze verringerten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 17 Prozent auf 180,2 Millionen Euro, die Anzahl der aktiven Spieler schrumpfte von 26 Millionen im 1. Quartal 2012 auf 20 Millionen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Beim Clean EBITDA liegt das Ergebnis "inline" mit den Erwartungen des Boards, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des Wettanbieters ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Die seit Mitte Juli 2012 geltende Wettsteuer - Umsatzsteuer von 5 Prozent - in Deutschland habe das Geschäft belastet. Weiters wurde das Marketing in einigen Märkten "signifikant" zurückgefahren und eine neue Plattform führte zu geringerer Spieleraktivität im Poker-und Casinobereich.

Rückzug aus insgesamt 18 Ländern

Insgesamt will bwin.party heuer 70 Millionen Euro einsparen und auch 2014 sowie 2015 den Rotstift ansetzen. Der Wettanbieter will sich künftig nur mehr auf rund zehn europäische Märkte konzentrieren, anstatt in mehr als 30 Ländern aktiv zu sein.

Seit 30. April können Spieler aus Argentinien, Armenien, Weißrussland, Brasilien, Kolumbien, Kroatien, Zypern, Finnland, Griechenland, Ungarn, Lettland, Litauen, Mazedonien, Polen, Rumänien, Serbien, Slowenien und Ukraine nicht mehr auf bwin.party zocken.

Für das Gesamtjahr rechnet bwin.party mit einem geringeren Umsatzrückgang als im 1. Quartal. Im Rahmen des Strategiewechsels "Qualität statt Volumen" werden die Erlöse heuer im Vergleich zu 2012 um bis zu zehn Prozent zurückgehen, so bwin.party-CEO Norbert Teufelberger.

An der Börse London wurden die vorgelegten Zahlen nicht positiv aufgenommen: bwin.party-Papiere verloren am Vormittag rund fünf Prozent auf 1,36 Pfund (1,06 Euro).

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