Spaniens Banken brauchen 59,3 Milliarden €

Spaniens Banken brauchen 59,3 Milliarden €

Die spanischen Banken haben insgesamt einen Kapitalbedarf von rund 59,3 Mrd. Euro. Das geht aus den Stresstests hervor, deren Ergebnisse am späten Freitag veröffentlicht wurden.

Der Finanzbedarf der angeschlagenen Banken in Spanien beläuft sich auf 59,3 Milliarden Euro. Wie die Regierung am Freitag mitteilte, ergab der Stresstest allein für die mittlerweile verstaatlichte Bankia eine Kapitallücke von 24,7 Milliarden Euro. Insgesamt benötigen verstaatlichte Institute 49 Milliarden Euro. Die Finanzmärkte reagierten zunächst kaum auf die Ergebnisse des Stresstests, da er ersten Einschätzungen zufolge im Rahmen der Erwartungen lag.

Durchgeführt wurden die Tests von Oliver Wyman. Den Angaben zufolge haben sieben der 14 geprüften Banken des Landes derzeit keinerlei Kapitalbedarf.

Bei Banco Popular Espanol SA beläuft sich der Bedarf auf 3,22 Mrd. Euro. Keine Lücke weisen hingegen die beiden Branchenriesen Banco Santander SA und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA (BBVA) auf.

Spanien hatte die Tests in Auftrag gegeben, weil sie Teil der Bedingungen des europäischen Rettungspakets für den spanischen Finanzsektor sind. Das Paket hat einen Umfang von insgesamt bis zu 100 Mrd. Euro.

Das spanische Banken-System hat mit Verluste von über 180 Mrd. Euro zu kämpfen, die sich aus faulen Immobilien- Vermögenswerten ergeben haben. Mit den Tests soll das Vertrauen in die Banken wieder etwas gefestigt werden.

Die Finanzmärkte rechnen mehrheitlich damit, dass Spanien über den Rettungsschirm ESM zusätzlich ein komplettes Hilfspaket beantragen wird, um seine Finanzierungskosten zu senken.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge