Smartphones sei Dank: Sony versechsfacht operativen Gewinn

Smartphones sei Dank: Sony versechsfacht operativen Gewinn

Sony teilte am Donnerstag mit, der operative Gewinn sei von April bis Juni 2013 auf umgerechnet knapp 280 Millionen Euro geklettert. Als Hauptgründe wurden starke Verkäufe des Xperia-Smartphones und lukrative Zulieferungen von Bildsensoren an Telefon-Hersteller genannt. Mit den Zahlen wurden die durchschnittlichen Analystenerwartungen klar übertroffen.

Das wird aber vermutlich trotzdem nicht reichen, um Großaktionär Daniel Loeb und seinen Hedgefonds Third Point zu überzeugen, der fordert, größere Teile des schwächelnden Elektronikgeschäfts abzustoßen. Denn der japanische Konzern kämpft noch immer mit vielen Problemen und profitiert gerade auf dem Weltmarkt von der extrem lockeren Geldpolitik des Landes, die zu einem Wertverfall des Yen geführt hat und Sony-Produkte gegenüber Rivalen aus Europa und den USA günstiger macht.

Sony bekräftigte die Prognose für den operativen Gewinn im Gesamtjahr und hob den Umsatzausblick auf 7,9 Billionen Yen von zuvor 7,5 Billionen an. Probleme hat das Unternehmen aber weiter im TV-Geschäft. Hier wurde die Absatzprognose für das laufende Geschäftsjahr, das im März 2014 endet, um eine Million auf 15 Millionen Einheiten gesenkt. Der TV-Bereich wies aber erstmals seit zwölf Quartalen wieder einen operativen Gewinn aus.

Musik und Filme laufen – TV-Geräte nicht

Die Japaner betonten, über die Vorschläge des New Yorker Hedgefonds von Loeb weiter zu beraten. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Sony-Finanzchef Masaru Kato sagte, unter anderem laufe das Film- und Musik-Geschäft gut. Die größte Herausforderung sei derweil, die Elektronik-Sparte wieder in die Spur zu bringen. Die japanische Zeitung "Nikkei" berichtete, das Sony-Management werde den Loeb-Vorstoß wohl ablehnen. In der momentanen Aufstellung sei der Konzern aus Sicht der Vorstände wettbewerbsfähiger.

Third Point ist dafür bekannt, sich stark ins Management seiner Beteiligungen einzumischen. So sorgte der Investor unter anderem vor einem Jahr bei Yahoo dafür, dass der damalige Chef seinen Posten räumen musste und die Google -Managerin Marissa Mayer an die Konzernspitze rückte. Bei Sony kontrolliert Loeb rund sieben Prozent der Aktien. Er will die Kosten im Sony-Elektronikbereich senken und die Vielzahl sehr unterschiedlicher Produkte überprüfen. Aus seiner Sicht wird die Sparte schlecht geführt.

Der Loeb-Vorstoß spiegelt sich neben dem allgemeinen Börsenaufschwung im Zuge der lockeren Geldpolitik auch im Sony-Aktienkurs wider. Dieser hat sich dieses Jahr mehr als verdoppelt. Eine Zerschlagung des Konzerns könnte für Aktionäre kurzfristig sehr lukrativ sein.

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