Siemens: Kartellvorwürfe in Brasilien

Siemens: Kartellvorwürfe in Brasilien

Der Gouverneur des gleichnamigen Bundestaates, Geraldo Alckmin, kündigte am Dienstag an, den deutschen Technologiekonzern auf Schadenersatz zu verklagen.

Siemens und anderen Unternehmen wird zur Last gelegt, durch Absprachen die Preise in Verträgen über Bau und Instandhaltung von Zügen und eines U-Bahn-Netzes zwischen 1990 und 2007 in die Höhe getrieben zu haben. In Sao Paulo haben sich in den vergangenen Jahren auch die französische Alstom und andere international tätige Unternehmen an Ausschreibungen von Zugprojekten beteiligt.

Die brasilianische Wettbewerbsbehörde hat Untersuchungen eingeleitet. Siemens verwies auf das noch nicht abgeschlossene Verfahren und wollte zu der Ankündigung des Regionalpolitikers keine Stellung nehmen. Der Konzern kooperiere mit den Behörden, sagte ein Sprecher. Medienberichten zufolge hat Siemens das Kartell selbst angezeigt. In der Regel können Kronzeugen in diesem Fall mit einer teilweisen oder gar kompletten Strafbefreiung rechnen. Die Münchner hatten ihren früheren Brasilien-Chef Adilson Antonio Primo 2011 wegen Verstößen gegen die Unternehmensrichtlinien entlassen.

Sao Paulo ist mit rund 20 Millionen Einwohnern Brasiliens bevölkerungsreichste Stadt. Jährlich werden dort Milliarden von Dollar ausgegeben, um den öffentlichen Nahverkehr, Straßen und andere Infrastruktur auszubauen. Im Juni und Juli hatten gestiegene Fahrkartenpreise zu landesweiten Protesten gegen Korruption und Mängel im öffentlichen Nahverkehr geführt.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge