Siemens will wohl keine Geschirrspüler mehr verkaufen

Siemens will wohl keine Geschirrspüler mehr verkaufen

Einem Bericht der FAZ zufolge will Siemens aus dem Gemeinschaftsunternehmen Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) möglichst bald aussteigen - denn es passt nicht mehr zur strategischen Ausrichtung.

Siemens will einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) möglichst schnell verkaufen. Sollte Bosch nicht bald ein Angebot für die Anteile der Münchner auf den Tisch legen, könne das Paket von 50 Prozent auch an einen anderen Investor wie Samsung aus Korea verkauft werden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Die Transaktion habe eine Größenordnung von mindestens fünf Milliarden Euro, heißt es in einem Vorabbericht. Angesichts der strategischen Bedeutung für den Bosch-Konzern dürfte Siemens einen saftigen Aufschlag verlangen, berichtete die Zeitung weiter. Siemens lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Bosch-Sprecher sagte, Gerüchte kommentiere der Konzern nicht.

Rückruf kostete Geld

Dem Bericht zufolge feilschen die beiden bisherigen Partner um die Konditionen. Dabei gehe es um die weitere Nutzung der Markenrechte, um die Bewertung der Anteile und damit letztlich um den Preis des Siemens-Anteils. BSH mit Marken wie Gaggenau, Neff und Constructa erlöste im vergangenen Jahr 10,5 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn sank durch die Kosten für den Rückruf brandgefährdeter Geschirrspüler auf gut 500 Millionen Euro.

Siemens wolle bei dem 1967 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen aussteigen, da Hausgeräte nicht zu den Kernaktivitäten des Konzern gehören, berichtete die Zeitung. Erwartet werde, dass Siemens spätestens mit dem Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 am 30. September eine Lösung erreicht haben will.

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