Schweppes-Hersteller kauft Jim Beam Whiskey

Schweppes-Hersteller kauft Jim Beam Whiskey

Der japanische Schweppes-Hersteller Suntory kauft für 16 Milliarden Dollar den amerikanischen Whiskey-Produzenten Beam und steigt damit zum weltweit drittgrößten Spirituosenkonzern auf.

London. Die Transaktion solle im zweiten Quartal abgeschlossen werden, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Die Vorstände hätten dem Vorhaben jeweils zugestimmt, es stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Regulierungsbehörden und der Beam-Aktionäre. Der Kaufpreis setzt sich aus 13,6 Milliarden Dollar in bar und der Übernahme von Schulden zusammen. Am Aktienmarkt wurden die Pläne bejubelt, die Beam-Aktie schoss vorbörslich rund 25 Prozent in die Höhe. Zum Beam-Konzern gehören Marken wie Jim Beam, Canadian Club oder Laphroaig Scotch Whisky.

Suntory war erst im vergangenen Sommer an die Börse gegangen. 2009 hatte der Konzern den europäischen Limonadenhersteller Orangina Schweppes übernommen. Da die Verbrauchernachfrage in Japan schwächelt, ist der Konzern aus Osaka im Ausland auf Einkaufstour. Im September übernahm Suntory für 1,6 Milliarden Euro Softdrink-Geschäfte des britischen Pharmaherstellers GlaxoSmithKline. Dazu gehören Sport- und Energydrinks sowie Ribena Fruchtsäfte. Im Spirituosenmarkt konkurrieren die Japaner nun mit Branchengrößen wie Diageo, Pernod Ricard oder Remy Cointreau.

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