Schmolz+Bickenbach meldet "erfreulichen Verlust"

Schmolz+Bickenbach meldet "erfreulichen Verlust"

Rund vier Wochen vor der mit Spannung erwarteten Generalversammlung hat der hoch verschuldete Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach für das erste Quartal eine rosarote Bilanz vorgelegt.

Nach einem Umsatzrückgang um 15,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf 867 Millionen Euro stand unter dem Strich ein Verlust von 7,7 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Gestiegene Finanzaufwendungen, in denen auch Einmalkosten enthalten seien, hätten den Abschluss rot gefärbt. Die Schulden stiegen in den drei Monaten bis Ende März um knapp drei Prozent auf 931,7 Millionen Euro. 2012 hatte der Konzern einen Verlust von knapp 160 Millionen Franken eingefahren.

Für das ganze Jahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz wie im Vorjahr. 2012 sanken die Erlöse um 16 Prozent auf 3,58 Milliarden Euro. Kostensenkungen sollten die Ertragslage verbessern und der Konzern peilt einen bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) zwischen 150 Millionen und 200 Millionen Euro an. Bislang hatte sich die Firma vorgenommen, mindestens den Vorjahres-EBITDA von 158,1 Millionen Euro zu erwirtschaften.

Mittelfristig peilt Schmolz+Bickenbach einen bereinigten EBITDA von mehr als 300 Millionen Franken an. Das Verhältnis von Verschuldung zu EBITDA soll unter 2,5 liegen.

An der etwas festeren Schweizer Börse kletterte die Schmolz+Bickenbach-Aktie im frühen Handel kräftig nach oben.

Auf der Generalversammlung Ende Juni werden die Aktionäre über eine Kapitalerhöhung zu befinden haben. Der Verwaltungsrat prüft derzeit eine mögliche Kapitalerhöhung von etwa 300 Millionen Franken und hat BNP Paribas, Commerzbank und Credit Suisse als Finanzberater engagiert. Der Hauptaktionär, die Düsseldorfer Schmolz+Bickenbach KG, hält eine Kapitalerhöhung um bis zu 350 Millionen Euro oder knapp 440 Millionen Franken für nötig. Die Düsseldorfer KG hat sich mit der Renova Holding des russischen Financiers Viktor Vekselberg verbündet, die die neuen Aktien zeichnen will, die die Altaktionäre nicht übernehmen wollen. Zugleich will die KG den Verwaltungsrat mit mehr eigenen Vertretern als bisher besetzen.

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