Schienenkartell: ThyssenKrupp zahlt der Deutschen Bahn 150 Millionen

Schienenkartell: ThyssenKrupp zahlt der Deutschen Bahn 150 Millionen

Der angeschlagene deutsche Mischkonzern ThyssenKrupp zahlt der Deutschen Bahn wegen illegaler Preisabsprachen bei Schienen einem Zeitungsbericht zufolge mehr als 150 Mio. Euro Schadensersatz.

Essen/Berlin. ThyssenKrupp mit Sitz in Essen und die Deutsche Bahn haben sich laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitung auf eine Schadenersatzzahlung über 150 Millionen Euro geeinigt.

Ein ThyssenKrupp-Sprecher wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Auch die Bahn gab keinen Kommentar ab. Der Bericht über die Einigung kommt unmittelbar vor der Präsentation der Bilanzzahlen von ThyssenKrupp. Konzernchef Heinrich Hiesinger will diese am Donnerstag vorlegen.

88 Millionen an das Kartellgericht

Für die Preisabsprachen hatte bereits das Bundeskartellamt ThyssenKrupp zur Kasse gebeten. Im Juli forderte das Amt 88 Millionen Euro für einen Teilkomplex des Verfahrens, zuvor war bereits ein Bußgeld von 103 Mio. Euro verhängt worden. ThyssenKrupp hatte damals erklärt, das neue Bußgeld sei durch die bereits gebildeten Rückstellungen von 207 Mio. Euro gedeckt.




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Neben der Bahn hatten auch Nahverkehrsunternehmen angekündigt, Schadenersatz geltend machen zu wollen. Das Schienenkartell war durch Aussagen der österreichischen voestalpine aufgeflogen, die zum Kronzeugen der Ermittler wurde. Das Unternehmen hatte knapp 50 Mio. Euro an die Bahn überwiesen. Das Schienenkartell soll zwischen 2001 und 2011 höhere Preise abgesprochen haben.

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