SAP schluckt Ariba

SAP schluckt Ariba

Mit der Genehmigung durch das US-Justizministerium habe SAP nun alle Hürden genommen, teilten beide Unternehmen am Freitagabend mit. SAP und Ariba erwarten den Abschluss des 3,4 Milliarden Euro schweren Zukaufs in der ersten Oktoberwoche 2012. Cloud-Computing gilt als nächster Wachstumsmotor der Branche.

Das US-Ministerium hatte die Übernahme genauer unter die Lupe genommen, um die Auswirkungen auf den Wettbewerb zu prüfen. Kurz vor der Entscheidung aus den USA gab auch die britische Kartellbehörde grünes Licht für den Zukauf.

SAP will mit der Übernahme von Ariba sein Cloud-Software-Geschäft kräftig ausbauen. Beim Cloud-Computing steckt die Software nicht mehr im Rechner. Stattdessen ist sie über das Internet jederzeit auf dem PC, dem Laptop oder dem Handy verfügbar.

Mit dem Ende Mai angekündigten Erwerb von Ariba könnte SAP in eine dominierende Wettbewerbsposition kommen und kräftig an den Lizenzgebühren mitverdienen. Einen großen Teil des Kaufpreises für Ariba will sich SAP über Steuerersparnisse wieder vom Staat zurückholen, da das US-Unternehmen über Verlustvorträge von etwa 1,5 Milliarden Dollar verfügt (1,160 Mrd. Euro).

Über Aribas Online-Plattform kaufen derzeit 730.000 Firmen weltweit im Wert von 319 Milliarden Dollar ein, Ariba kassiert dafür von Unternehmen wie Exxon Mobil oder Walt Disney Transaktionsgebühren.

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