"Sandy" verhagelt die Quartalsbilanz von Zurich Insurance

"Sandy" verhagelt die Quartalsbilanz von Zurich Insurance

Der Wirbelsturm wird die Schweizer rund 700 Millionen Dollar vor Steuern kosten. Der gemessen an der Marktkapitalisierung zweitgrößte Versicherungskonzern Europas betonte am Montag, dank der Kapitalbasis und des gesunden Kapitalflusses seine Leistungsversprechen erfüllen zu können.

"Sandy" droht für die Versicherungsbranche zur zweitteuersten Naturkatastrophe in den USA zu werden, nachdem es im Jahre 2012 kaum Schäden gab. Auf Risikoabschätzung spezialisierte Experten rechnen mit bis zu 25 Milliarden Dollar versichertem Schaden. Der Sturm war Ende Oktober durch acht Bundesstaaten im Nordosten der USA gefegt. Dutzende Menschen starben und die Behörden ordneten Massenevakuierungen an. Schwer getroffen wurden unter anderem die Millionenmetropole New York und der bevölkerungsreiche Bundesstaat New Jersey.

Der Allianz-Konzern hat betont, die Kosten für den Hurrikan sollten das operative Gewinnziel 2012 von mehr als neun Milliarden Euro nicht gefährden, eine konkrete Schadenschätzung gibt es von dem Branchenprimus aber noch nicht. Einen großen Teil der Schadenlast werden die Rückversicherer zu stemmen haben: Weltmarktführer Münchener Rück veranschlagt einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag und die Nummer zwei Swiss Re geht von rund 900 Millionen Dollar aus.

Die Börse regierte kaum auf die Schadensmeldung von Zurich. Die Aktien notierten mit 239,30 Franken leicht schwächer und verloren weniger stark als die europäischen Versicherungswerte insgesamt. Für Analysten liegt die Schadenlast im Großen und Ganzen im Rahmen des zu Erwartenden und sie sehen die Dividende für das Jahr 2012 nicht gefährdet. Zuletzt hatten die Zurich-Aktionäre 17 Franken je Aktie erhalten, entsprechend einer Dividendenrendite von 7,1 Prozent - der höchsten aller Schweizer Bluechips.

Im dritten Quartal war der Gewinn von Zurich um 62 Prozent eingebrochen, weil der Konzern in Deutschland für Wertberichtigungen und die Aufstockung der Schadenreserven mehr als eine halbe Milliarde Dollar aufwenden musste. Ende November hatte Konzernchef Martin Senn auf einer Investorenveranstaltung die Zielvorgaben bekräftigt und den Aktionären weiterhin eine attraktive und nachhaltige Dividende in Aussicht gestellt.

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