Salzgitter: 2013 wird rot

Salzgitter: 2013 wird rot

Nach dem ersten Quartal geht Salzgitter für das Gesamtjahr mindestens von einem mittleren zweistelligen Millionenverlust vor Steuern aus, wie Salzgitter am Mittwoch mitteilte.

Dazu könnten noch Sonderkosten für den geplanten Stellenabbau kommen. Eigentlich wollte Salzgitter in diesem Jahr einen kleinen zweistelligen Millionengewinn einfahren, nachdem der Konzern 2012 fast 30 Millionen Euro Verlust vor Steuern erwirtschaftet hatte. Doch in den ersten drei Monaten 2013 standen erneut Verluste von 15,8 (Vorjahr: minus 19,6) Millionen Euro vor Steuern zu Buche. Der Umsatz ging auf 2,4 Milliarden von 2,6 Milliarden Euro zurück.

Die Aussichten auf eine Stabilisierung des von einer tiefen Strukturkrise geprägten europäischen Stahlmarktes in den nächsten Monaten hätten sich verschlechtert, begründete Salzgitter die gesenkte Prognose. "So blieb die übliche saisonale Belebung bisher weitgehend aus", hieß es in der Mitteilung. Vielmehr steige der Margendruck, weil die Rohstoff- und Energiekosten nicht sänken. "Es bedarf einer Rosskur", hatte Vorstandschef Hans-Jörg Fuhrmann schon im April gesagt.

Die Warnung drückte die Salzgitter-Aktie am Mittwoch um bis zu drei Prozent. Am späten Nachmittag lag sie aber nur noch 0,6 Prozent tiefer bei 32 Euro.

Salzgitter steht mit seiner pessimistischen Einschätzung nicht alleine da. Auch der Stahlhändler Klöckner & Co hatte am Mittwoch erklärt, dass das Erreichen des Ziels eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 200 Millionen Euro zunehmend unrealistisch sei. "Die Hoffnungen auf die allseits erwartete Konjunkturerholung schwinden zusehends", erklärte der Stahlhändler.

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