RWE: Erste Bilanz-Erfolge im Kampf gegen die Auswirkungen der Energiewende

RWE: Erste Bilanz-Erfolge im Kampf gegen die Auswirkungen der Energiewende

RWE-Chef Peter Terium treibt den Verkauf von Beteiligungen voran, muss sich bei der Veräußerung der Öl- und Gasfördertochter Dea aber in Geduld üben.

"Mit einer Transaktion im laufenden Jahr rechnen wir nicht", schrieb der Manager in dem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht. Durch den Verkauf will der Versorger Mittel für Investitionen in neue Wachstumsgeschäfte freimachen. Dies ist auch nötig - der Konzern verdiente nach den Einbußen durch die Atomwende auch zum Jahresauftakt operativ weniger. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte im ersten Quartal um 2,7 Prozent auf 3,042 Milliarden Euro. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis sei mit 1,297 Milliarden Euro etwas höher als vor Jahresfrist ausgefallen.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem EBITDA von 3,022 Milliarden Euro gerechnet und das nachhaltige Nettoergebnis auf 1,222 Milliarden Euro taxiert. Der Konzern bestätigte seine Prognose und peilt 2013 weiter ein EBITDA von neun Milliarden Euro an. 2012 waren es 9,3 Milliarden Euro. "Unser Start in das Geschäftsjahr 2013 war zufriedenstellend", erklärte Terium.

Versorger kämpfen mit Energiewende

RWE machen wie E.ON die stark gefallenen Strom-Großhandelspreise und die Konkurrenz der Kraftwerke durch den in Deutschland vorrangig eingespeisten Ökostrom zu schaffen. RWE kann dabei noch von dem Einatz seiner zahlreichen Kohlekraftwerke profitieren, die den Strom günstiger produzieren als E.ON mit seinen Gaskraftwerken. Der Düsseldorfer Konkurrent hatte in der vergangenen Woche für das ersten Quartal einen operativen Gewinn von 3,6 Milliarden Euro vorgelegt - fünf Prozent weniger als vor Jahresfrist. RWE und E.ON reagieren auf die Einbußen auch durch die Atomwende auch mit dem Abbau tausender Arbeitsplätze.

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