RTL zieht sich aus Russland zurück

RTL zieht sich aus Russland zurück

Die RTL Group wolle ihre 7,5-prozentige Beteiligung an der Holding National Media Group (NMG) verkaufen, bestätigte ein RTL-Sprecher am Dienstag. Der Konzern rechne mit einem Erlös von rund 80 Millionen Euro. RTL wolle eine entsprechende Verkaufsoption am 16. September ausüben, habe aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Zur NMG gehören die Sender Ren TV und Kanal 5, die Zeitung "Iswestija" und eine Minderheitsbeteiligung am staatlichen ersten Programm. RTL bleibt allerdings nach Firmenangaben mit seiner Produktionssparte Fremantle weiter in Russland aktiv.

Der RTL-Sprecher bekräftigte die Strategie, wonach RTL generell bei seinen Beteiligungen das Sagen oder zumindest Aussicht auf die operative Kontrolle haben will. Doch schon vor zwei Jahren hatten sich entsprechende Erwartungen in Russland zerschlagen. Damals hatte die RTL-Gruppe ihren 30-prozentigen Anteil am Sender Ren TV in das 7,5-prozentige Paket an der NMG eingetauscht, unter der die russischen Partner mehrere Medienbeteiligungen zusammenfassten. Zu den Eignern von NMG zählt unter anderem der Öl- und Gaskonzern Surgutneftegaz.

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