RBS: Mervyn King fordert Zerschlagung

RBS: Mervyn King fordert Zerschlagung

Die britische Notenbank hat eine Zerschlagung der teilverstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS) gefordert.

Der scheidende Chef der Bank of England, Mervyn King, sagte am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss in London, die gefährlichen Teile der RBS müssten von der gesunden Kernbank getrennt und letztere mit Kapital gestärkt werden. So könne das Institut in einigen Jahren wieder an private Investoren gehen. Dann könnte die Geldhaus auch wieder mehr Kredite ausleihen. Momentan gehören 82 Prozent der Anteile der britischen Regierung, die die Bank 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise mit über 45 Milliarden Pfund stabilisieren musste.

King nannte es "unsinnig", dass der Staat nicht mehr Durchgriffsrechte bei der viertgrößten Bank des Landes habe. Die RBS und das Finanzministerium reagierten zunächst nicht auf seine Kritik. Finanzminister George Osborne hatte zuletzt betont, es gebe Hürden, die gegen eine Zerschlagung sprächen. Unter anderem müssten zunächst noch mehr Steuergelder in die Bank gepumpt werden, um sie gänzlich zu verstaatlichen.

Die RBS wurde seit der staatlichen Rettung bereits an vielen Stellen umgebaut. Unter anderem wurden diverse Töchter verkauft. Bankchef Stephen Hester hat der Regierung in London Hoffnung gemacht, noch vor der nächsten Wahl 2015 mit dem Verkauf von Anteilen beginnen zu können.

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