Puma brechen die Gewinne weg

Puma brechen die Gewinne weg

Sechs Wochen vor dem Führungswechsel bei Puma türmen sich beim strauchelnden Sportartikelhersteller die Probleme.

Nach einem Gewinneinbruch im Startquartal warf der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach am Dienstag seine Prognose für das Gesamtjahr über den Haufen. Der Umsatz werde 2013 währungsbereinigt "im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich" zurückgehen statt wie bisher angekündigt das Vorjahresniveau erreichen. Ein Anstieg des operativen Gewinns sei angesichts der Krise in Europa und schlechterer Geschäfte in Asien inzwischen unwahrscheinlich. Allerdings soll sich der Konzerngewinn im Vergleich zu 2012 verbessern. Das Umbauprogramm, das ab 1. Juli der neue Chef Björn Gulden vorantreiben soll, sei unterdessen auf Kurs.

Der Sportartikelhersteller Puma, der wie die Marken Gucci, Bottega Veneta oder Yves Saint Laurent zum französischen Luxuskonzern PPR gehört, ist das Sorgenkind der Franzosen. Das fränkische Unternehmen kämpft mit Gewinnrückgängen und steckt mitten im größten Umbau seit 20 Jahren. Der neue Chef muss dafür sorgen, dass Puma nicht noch weiter hinter die übermächtigen Konkurrenten Adidas und Nike zurückfällt und aufstrebende asiatische Hersteller auf Abstand hält.

Im Auftaktquartal schrumpfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 22,5 Prozent auf 79 Millionen Euro. Das Nettoergebnis sackte um 32 Prozent auf 50 Millionen Euro ab - weit weniger, als Experten erwartet hatten. An der Börse gab die Aktie am Morgen um mehr als drei Prozent nach. Als Gründe für den verstolperten Jahresbeginn nannte Puma die anhaltende Konsumschwäche in Europa und die rückläufigen Umsätze in Asien. Zudem seien die Geschäfte durch den ungewöhnlich langen Winter beeinträchtigt worden. Weil es kein sportliches Großereignis gegeben habe, seien die Erlöse mit Schuhen gesunken. In der Folge ging der Konzernumsatz währungsbereinigt um gut zwei Prozent auf 782 Millionen Euro zurück.

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