Puma-Chef will dem Konzern Beine machen und kassiert Gewinnziel

Puma-Chef will dem Konzern Beine machen und kassiert Gewinnziel

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, schneller auf Verbrauchertrends zu reagieren, schneller neue Innovationen herauszubringen, schneller zu entscheiden", sagte Gulden am Freitag bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Amtsübernahme im Juli. Um Puma Beine zu machen, nimmt Gulden Geld in die Hand und kassiert dafür das Gewinnziel.

Das Konzernergebnis werde 2013 zwar positiv sein, "jedoch deutlich unterhalb des Vorjahresergebnisses liegen". Grund seien Kosten für den Konzernumbau von 130 Millionen Euro im Schlussquartal. Bereits im vergangenen Jahr hatte Puma hohe Aufwendungen für die Restrukturierung verbucht. Als Überschuss blieben 2012 deshalb letztlich nur 70 Millionen Euro übrig. Die Puma-Aktie gab zu Handelsbeginn um 2,8 Prozent nach.

Bis das von Gewinneinbrüchen geplagte Unternehmen sein Kundenimage aufgemöbelt und die Kehrtwende geschafft habe, werde aber noch einige Zeit benötigt, sagte Gulden. Eine aufwendige Werbekampagne mit dem neuen Markenleitbild werde erst im dritten Quartal des kommenden Jahres starten. Das wäre also nach der Fußball-Weltmeisterschaft, bei der sich die übermächtigen Rivalen Adidas und Nike in den Vordergrund drängen. Ein Problem der Branche sind auch die langen Vorlaufzeiten: Von der Idee bis zum Verkauf eines neuen Produkts vergehen oft anderthalb Jahre.

Als Hauptgrund für die neuerlichen Sonderkosten führte Puma die Schließung eines Produktentwicklungszentrums in Vietnam an, wo die Puma-Entwickler bisher mit den asiatischen Zulieferern zusammenarbeiten. Künftig sollen die Entwickler sich mit ihren Partnern direkt in den Fabriken treffen. Zudem holt Gulden das internationale Produktteam von Puma aus London an den Konzernsitz im fränkischen Herzogenaurach.

Im dritten Quartal lag das operative Ergebnis (Ebit) mit 80,3 Millionen Euro knapp unter dem von Branchenexperten veranschlagten Wert von 81,6 Millionen Euro. Die Umsätze gaben vor allem wegen schwacher Auslandswährungen um 8,9 Prozent auf 813 Millionen Euro nach. Der Mutterkonzern Kering hatte für Puma bereits einen Quartalsumsatz inklusive Lizenzerlösen von 825 Millionen Euro gemeldet.

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