Praktiker-Rettung verzögert sich

Praktiker-Rettung verzögert sich

Die Rettung der taumelnden deutschen Baumarkt-Kette Praktiker verzögert sich laut einem Pressebericht. Die Kreditverhandlungen dauern an.

Die Verhandlungen mit der österreichischen Bank Semper Constantia kämen an entscheidenden Stellen nicht voran, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD, Donnerstag) unter Berufung auf mit der Materie vertraute Personen. In einer Krisenbesprechung am Dienstag hätten Praktiker, die wichtigsten Gläubiger und die neuen Geldgeber um die Bank Semper Constantia deshalb einen Fahrplan vereinbart, um die Verhandlungen und damit das Unternehmen doch noch zu retten.

Wegen der zähen und langwierigen Kreditverhandlungen läuft Praktiker dem Blatt zufolge aber die Zeit davon. Das Unternehmen benötigt dringend Geld; die Kassen sind leer und die Umsetzung des Sanierungskonzeptes ist ohne die Kredite und die Kapitalerhöhung nicht zu bewältigen.

Die Baumarktkette brauche im vierten Quartal Geld, um eine Insolvenz abzuwenden, berichtet das Blatt. Wenn nicht in spätestens zwei Wochen alle Verträge unterschrieben seien, werde es eng. Wenn ein Kreditvertrag zustande kommt, könne der Vorstand das Unternehmen weiterführen und alle profitablen Filialen auf die Praktiker-Tochterfirma Max Bahr umflaggen.

Die Rettung von Praktiker hatte Ende August eine überraschende Wende genommen. Die Baumarkt-Kette nahm ein Kreditangebot der Privatbank Semper Constantia an. Der ursprünglich vorgesehene Finanzierungspartner, der US-Fonds Anchorage, habe in den Kreditverhandlungen Nachforderungen gestellt, die Praktiker nicht habe erfüllen können, hieß es zur Begründung.

Die Praktiker-Aktien gaben Donnerstagfrüh in der ersten halben Handelsstunde rund 6,3 Prozent nach.

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