Portugal lässt sich vom Börsengang der Royal Mail inspirieren – Staatspost soll auch an die Börse

Portugal lässt sich vom Börsengang der Royal Mail inspirieren – Staatspost soll auch an die Börse

Bereits in der ersten Dezember-Woche soll ein Großteil des Staatsunternehmens CTT, zu dem auch die portugiesische Staatspost gehört, an die Börse gebracht werden, wie Wirtschaftsminister Antonio Pires de Lima am Freitag sagte.

70 Prozent der Anteile sollen Investoren angeboten werden. Die restlichen 30 Prozent bleiben im Staatsbesitz. Inspiriert werde Portugal von der erfolgreichen Neuemission der britischen Post in London, ergänzte der Minister. Aktien der Royal Mail schnellten am Freitag an ihrem ersten Handelstag zeitweise um fast 40 Prozent in die Höhe.

Die Regierung in Lissabon hatte die Privatisierung der Post im Juli angestoßen. Mit dem Schritt will Portugal die Auflagen der Geldgeber erfüllen, die das Land 2011 mit einem 78 Milliarden schweren Hilfspaket vor dem Bankrott retteten. In den vergangenen zwei Jahren hat sich Portugal bereits von Anteilen am Stromkonzern EDP, am Energieversorger REN und am Flughafenbetreiber ANA getrennt. Mehr als 6,4 Milliarden Euro nahm der Staat damit ein. Das Ziel von 5,5 Milliarden bis Ende 2013 ist somit übertroffen. Die Fluggesellschaft TAP und Teile der Wasserbetriebe Aguas de Portugal sollen unter anderen ebenfalls privatisiert werden.

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