Porsche-Aktien klettern - Durchbruch bei VW-Integration

Porsche-Aktien klettern - Durchbruch bei VW-Integration

Aktien der Auto-Holding Porsche haben sich am Montag wegen der Spekulation auf eine schnellere und vor allem steuerfreie Vereinigung mit Volkswagen erheblich im Kurs erholt.

Die Aktie gewann im vorläufigen Tageshoch knapp sechs Prozent und vollzog damit die kräftigste Kurserholung seit dem 26. April.

Offenbar kann die drohende Steuerbelastung bei der Übernahme der restlichen 50,1 Prozent der Holding vermieden werden, wie mit den Vorgängen vertraute Personen berichteten. Allerdings seien noch nicht sämtliche Fragen im Zusammenhang mit der Integration von Porsche in den Wolfsburger Konzern geklärt. Auch der Zeitpunkt sei nicht klar, hieß es.

“Alles, was uns Klarheit bringt, erleichtert die Bewertung der beiden Unternehmen”, sagte Analyst Arndt Ellinghorst von der Credit Suisse Group AG in London. Für Volkswagen wäre es eine fantastische Transaktion, die ab 2013 rund sieben Prozent Nettogewinn mehr in den Konzern bringen würde, so Ellinghorst.

Volkswagen befindet sich seit 2009 auf Übernahmekurs für Porsche, scheut aber Prozessrisiken in den USA und Deutschland, die eine Wertbestimmung wesentlich erschweren.

Die Hauptalternative von Volkswagen zum ursprünglichen Fusionsplan besteht in der Ausübung von Optionen zum Kauf der verbleibenden 50,1 Prozent der Anteile am Automobilgeschäft von Porsche. Damit bliebe Porsche die Holdinggesellschaft für 50,7 Prozent der Stammaktien an Volkswagen, die sich bereits in ihrem Besitz befinden.

Es sei “ziemlich plausibel”, dass bei einem solchen Modell keine Steuern anfallen würden, denn es handele sich um eine Restrukturierung, sagte Finanzministeriumssprecher Frank Kupferschmidt in Stuttgart am 9. Juni. Näher wollte er sich zu dem Fall allerdings nicht äußern.

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