Philips dreht kräftig auf

Philips dreht kräftig auf

In allen drei Philips-Geschäftszweigen – Medizintechnik, Leuchtmittel und Elektrogeräte – legten die Ergebnisse deutlich zu. Der Überschuss des Siemens- und General-Electric-Rivalen kletterte überraschend kräftig auf 281 Millionen Euro von 105 Millionen vor einem Jahr.

Dem Konzern macht aber die Abwertung des Dollar und Yen zu schaffen. An der Börse überwog dennoch der Optimismus: Philips-Aktien verteuerten sich um mehr als sechs Prozent und stiegen auf den höchsten Stand seit über drei Jahren.

Konzernchef Frans van Houten sagte Reuters Insider TV, Philips könne die Belastungen durch Währungsschwankungen derzeit durch höhere Margen bei neuen Produkten sowie Kostensenkungen auffangen. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um drei Prozent auf 5,6 Milliarden Euro und damit etwas weniger als von Analysten erwartet.

Das Unternehmen bekräftigte seine Jahresplanung. Demnach soll der Umsatz um vier bis sechs Prozent zulegen und eine Marge im operativen Geschäft von zehn bis zwölf Prozent erreicht werden. Van Houten warnte aber, dass dies kein Selbstläufer wird: "Der anhaltende Gegenwind in der Weltwirtschaft dürfte in den kommenden Quartalen das Umsatzwachstum weiter beeinflussen." Auch die Gesundheitsreform in den USA bringe Unsicherheiten für das Geschäft. Es sei noch unklar, wie sich das politisch stark umstrittene Projekt von Präsident Barack Obama auf die Bestellungen der Krankenhäuser auswirken werde.

Philips wurde zwei Jahre umgebaut

In den vergangenen zwei Jahren wurde Philips radikal umgebaut, zahlreiche Stellen fielen weg. Ein Großteil des Elektronik-Bereichs wie Fernseher wurde angesichts der kostengünstigeren Konkurrenz aus Asien verkauft. Stattdessen konzentriert sich Philips auf Hausgeräte wie Mixer, elektrische Zahnbürsten und Rasierer sowie Beleuchtungsanlagen und Medizintechnik für Ärzte und Krankenhäuser. Außerdem hat Philips seine Präsenz in großen Schwellenmärkten wie Indien, Russland, China, Indonesien stark ausgeweitet.

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