Pfizer erwägt Zoetis ganz in die Unabhängigkeit zu schicken

Pfizer erwägt Zoetis ganz in die Unabhängigkeit zu schicken

Der US-Pharmariese Pfizer will seine an die Börse gebrachte Tiermedizintochter Zoetis ganz in die Eigenständigkeit entlassen. Der unter anderem für seine Potenzpille Viagra bekannte Konzern will dies über ein Tauschangebot an seine Aktionäre erreichen, wie Pfizer am Mittwoch mitteilte. Dabei lockt der weltweit zweitgrößte Arzneimittelhersteller seine Aktionäre mit einem kräftigen Preisvorteil.

Sie sollen von Pfizer Zoetis-Aktien um sieben Prozent günstiger erhalten als an der Börse. Pfizer-Papiere gewannen nach der Mitteilung gut 3,2 Prozent auf 29,70 Dollar. Dagegen büßten Zoetis-Aktien zeitweise 3,7 Prozent auf 31,82 Dollar ein.

Pfizer hatte seine Tierarzneitochter abgespalten und Anfang Februar Anteile für 2,2 Milliarden Dollar an die Börse gebracht. Pfizer hält aktuell noch rund 80 Prozent an Zoetis, das mit einem Jahresumsatz von 4,3 Milliarden Dollar der Branchenprimus im Geschäft mit Impfstoffen und Präparaten für Haus- und Nutztiere ist. Die Tiermedizin gilt als Wachstumssegment in der Arzneimittel-Industrie. Experten gehen davon aus, dass der Weltmarkt bis 2016 im Schnitt um rund sechs Prozent pro Jahr wächst. Der Grund: Der Fleischkonsum in den Schwellenländern steigt beständig und in den Industriestaaten geben Menschen viel Geld für Haustiere aus.

Pfizer-Chef Ian Read will den Konzern stärker fokussieren - daher die Trennung von Sparten wie der Tiermedizin. Ende November wurde bereits der Verkauf der Babynahrungssparte unter Dach und Fach gebracht. Der Umtausch werde dafür sorgen, dass Pfizer sich noch mehr auf sein Kerngeschäft mit biopharmazeutischen Arzneien konzentrieren kann, erklärte Read. Der Manager verspricht sich von dem Schritt zudem Wertsteigerungen für die Pfizer-Aktionäre. Das Angebot sieht vor, dass Aktionäre für Pfizer-Papiere im Wert von 100 Dollar Zoetis-Anteilsscheine im Wert von 107,52 Dollar bekommen. Pfizer besitzt noch etwa 400 Millionen Zoetis-Aktien. Die Bankhäuser J.P. Morgan, Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley betreuen den Aktientausch.

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