Pfizer meistert wichtige Hürde für Medikament gegen Brustkrebs

Pfizer meistert wichtige Hürde für Medikament gegen Brustkrebs

Der New Yorker Pharmakonzern setzt viel auf das Medikament Palbociclib, Analysten schätzen die Umsätze mit Palbociclib auf mehr als fünf Milliarden Dollar ein. Die Pfizer-Aktie zog um 3,8 Prozent an.

Der amerikanische Pharma-Riese Pfizer hat mit einem vielbeachteten neuen Medikament gegen Brustkrebs einen großen Schritt Richtung Zulassung gemacht. In einer klinischen Studie verzögerte eine Behandlung mit dem Mittel Palbociclib das weitere Fortschreiten der Krankheit, wie Pfizer am Montag mitteilte. Damit schaffte das Präparat das vorrangige Studienziel. Palbociclib ist einer der größten Hoffungsträger des New Yorker Konzerns. Analysten trauen der Arznei Umsätze von mehr als fünf Milliarden Dollar im Jahr zu.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte dem Mittel im April schon den besonderen Status "Breakthrough Therapy" zugesprochen. Diese Auszeichnung erhalten nur solche Medikamente, denen die Behörde das Potenzial für einen erheblichen Behandlungsfortschritt zubilligt und die daher den Patienten möglichst rasch zugänglich gemacht werden sollen.

Wirkstoff blockiert Enzyme, die für Krebswachstum verantwortlich sind

In der Studie testete Pfizer das Mittel bei Frauen nach der Menopause in Kombination mit einer weiteren Arznei. Die Vergleichsgruppe erhielt nur das zweite Medikament, eine Hormontherapie. Der Test war eine Studie der Phase II. Jedes neue Präparat muss vor der Zulassung erst drei Phasen klinischer Überprüfungen am Menschen bestehen. Der Pfizer-Wirkstoff Palbociclib blockiert zwei Enzyme, die beim Wachstum von Tumorzellen eine wichtige Rolle spielen. An ähnlichen Medikamenten arbeiten momentan auch der Schweizer Konzern Novartis und der US-Rivale Eli Lilly. Brustkrebs ist der häufigste börsartige Tumor bei Frauen. Im Jahr 2011 starben laut Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit mehr als 500.000 Frauen daran.

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