Pferdefleisch-Skandal vermiest Tesco die Bilanz

Pferdefleisch-Skandal vermiest Tesco die Bilanz

Der Pferdefleisch-Skandal hat vielen Verbrauchern den Appetit verdorben und dem britischen Einzelhändler Tesco dadurch einen Umsatzrückgang eingebrockt.

Im wichtigen Heimatmarkt, in dem die weltweite Nummer drei nach Wal-Mart und Carrefour den Großteil ihres Geschäfts macht, fielen die Erlöse im abgelaufenen Quartal um ein Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Minus von 0,5 bis 1,0 Prozent gerechnet. Damit bestehen Zweifel, ob der umfassende Umbau der britischen Filialen Früchte trägt oder doch zu einem Reinfall wird. Im Vorquartal hatte Tesco noch ein leichtes Umsatzplus geschafft.

Erstmals seit zwei Jahrzehnten hatte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Nun steckt das Management eine Milliarde Pfund in die Neugestaltung der britischen Filialen, um wieder in die Spur zu kommen. Sie sollen modernisiert werden und mehr Personal bekommen.

Zudem versucht Tesco mit Preisnachlässen Kunden anzulocken. Diese zeigten sich jedoch vom jüngsten Pferdefleischskandal massiv verunsichert und hielten sich bei ihren Einkäufen zurück. Tesco gehörte zu den Unternehmen, die einige Angebote aus den Regalen nehmen und sich bei den Kunden entschuldigen mussten.

Aber auch außerhalb Großbritanniens bleibe das Umfeld schwierig, teilte Tesco mit. So gab es auch in Kontinentaleuropa und Asien Umsatzrückgänge.

An der Börse gaben die Aktien des Einzelhändlers um bis zu 4,5
Prozent nach und sind damit auf ein Vier-Monats-Tief gefallen. Die Titel des französischen Einzelhändlers Carrefour gaben ebenfalls mehr als vier
Prozent ab. HSBC hat die Aktien auf "Underweight" von "Neutral"
heruntergestuft.

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