Peugeot muss 1,1 Milliarden Euro abschreiben

Peugeot muss 1,1 Milliarden Euro abschreiben

Geringere Erlösaussichten bescheren dem französischen Autokonzern Peugeot schmerzhafte Abschreibungen. Auch die Pläne für die Zusammenarbeit mit General Motors mussten revidiert werden. Nun wird auch eine Kooperation mit einem chinesischen Autokonzern angestrebt - und eine Kapitalerhöhung durch den französischen Staat.

Paris. Der französische Autobauer Peugeot schreibt wegen schwächerer Umsatzaussichten 1,1 Milliarden Euro ab. Begründet wird dies mit geringeren Erlösaussichten als zunächst erwartet, teilte Peugeot am Donnerstag mit. Zudem bekomme das Unternehmen ungünstige Wechselkurse in Russland und Lateinamerika zu spüren. Das dürfte den Konzern operativ in diesem Jahr tiefer in die roten Zahlen drücken, erklärten die Franzosen.

Die Aktien fielen zum Handelsstart um mehr als fünf Prozent. Zugleich kappte Peugeot das Sparziel bis 2018 aus der Zusammenarbeit mit General Motors um 40 Prozent auf 600 Millionen Dollar für jede der beiden Seiten. Die Unternehmen geben ihre Pläne für eine Zusammenarbeit bei Kleinwagen auf. Die Kooperation bei kleinen Benzinmotoren wird ebenfalls nicht weiter vorangetrieben, teilte Opel am Donnerstag mit.

Stattdessen wollen die beiden Autohersteller nun bei Kleintransportern und Lieferwagen zusammenarbeiten. Eigentlich wollten Peugeot und Opel ihre neuen Minivans Meriva und Citroen C3 im Opel-Werk im spanischen Saragossa bauen. Nun sollen dort nur noch die Nachfolger der Kleintransporter beider Unternehmen hergestellt werden. Durch die Kooperation versprechen sich die beiden Firmen Synergien von etwa 1,2 Milliarden Dollar (870 Millionen Euro) bis 2018, die gleichmäßig aufgeteilt werden sollen. Das sind aber nach Angaben von Peugeot 40 Prozent weniger als zunächst geplant.

Der französische Konzern leidet unter der Autokrise und strebt deswegen eine Kapitalerhöhung im Volumen von 3,5 Milliarden Euro an. Dabei dürfte der französische Staat seinen Anteil ausbauen. Zudem wäge das Unternehmen eine mögliche Zusammenarbeit mit dem chinesischen Staatskonzern Dongfeng ab, wie Peugeot erstmals öffentlich erklärte. Auch mit anderen Konzernen werde gesprochen, die Verhandlungen befänden sich in einem frühen Stadium. Derzeit ist das Unternehmen allein kaum in der Lage, im globalen Wettbewerb mitzuhalten.

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