Pechsträhne bei Rio Tinto: Gewinn bricht um ein Fünftel ein

Pechsträhne bei Rio Tinto: Gewinn bricht um ein Fünftel ein

Erst im Juni waren die Verkaufspläne für das Diamantengeschäft mangels ausreichend hoher Gebote begraben worden. Im laufenden Geschäft setzen Rio Tinto weiter Preiseinbrüche bei Eisenerz, Kupfer und Kohle zu.

Der Gewinn brach nach Angaben vom Donnerstag im Halbjahr um knapp ein Fünftel ein. 2012 hatte Rio den ersten Jahresverlust in seiner Geschichte hinnehmen müssen und unter dem neuen Firmenchef Sam Walsh deshalb Einsparungen von fünf Milliarden Dollar binnen zwei Jahren angekündigt. 1,5 Milliarden davon wurden Walsh zufolge im ersten Halbjahr bereits erreicht.

Das Geschäft von Pacific Aluminium, das unter anderem fünf Aluminium-Schmelzen in Australien und Neuseeland umfasst, soll nun wieder in den Konzern eingegliedert werden. Die Sparte hängt in den roten Zahlen. Der australisch-britische Konzern hatte sie 2011 zum Verkauf gestellt, aber auch eine Abspaltung nicht ausgeschlossen. Im gegenwärtigen Marktumfeld habe es hier aber keine akzeptablen Lösungen gegeben, sagte Walsh nun.

Rio Tinto steht unter starkem Spardruck. Dem Konzern hängt vor allem die 38 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Rivalen Alcan aus dem Jahr 2007 wie ein Mühlstein am Hals. Der Kauf erfolgte aus heutiger Sicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt, kurz vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise. Rio Tinto hat seitdem rund 30 Milliarden Dollar an Abschreibungen und Buchverlusten vornehmen müssen, weil die Nachfrage nicht wie erhofft zulegte und China seine Produktion drastisch steigerte. Aktuell drücken Rio Tinto Schulden von 22 Milliarden Dollar.

Für das erste Halbjahr wies Rio einen Rückgang des Gewinns ohne Sonderposten von 18 Prozent auf 4,23 Milliarden Dollar aus. Unter dem Strich standen unter Einberechnung etwa von Währungsverlusten und Abschreibungen auf eine Kupfer-Mine in den USA 1,7 Milliarden Dollar.

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