Paketriese FedEx schraubt wegen Krise Ziele herunter

Paketriese FedEx schraubt wegen Krise Ziele herunter

Die schwächelnde Weltwirtschaft bremst die Geschäfte von global agierenden Paket-Riesen.

Der US-Konzern FedEx senkte am Dienstag seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nach einem Gewinnrückgang im abgelaufenen Quartal deutlich ab. "Die Exporte rund um den Globus sind zusammengeschrumpft", beklagte FedEx-Chef Frederick Smith. Er kündigte Sparmaßnahmen und Preiserhöhungen an. Auch den größeren Rivale UPS zwang die Konjunkturflaute bereits die Jahresziele niedriger zu stecken. Einzig die Deutsche Post mit ihrer Expresssparte DHL hatte ihre Ziele dank florierender Geschäfte in Asien, wo sie die beiden US-Konkurrenten abgehängt hat, angehoben.

Für 2012/13 erwartet FedEx nun einen Gewinn je Aktie zwischen 6,20 und 6,60 Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte sich Konzern-Chef Smith mit 6,90 bis 7,40 Dollar deutlich ehrgeizigere Ziele gesetzt. Vor wenigen Tagen erst hatte FedEx aber eingestehen müssen, diese Vorgaben für das erste Geschäftsquartal nicht erfüllt zu haben. In den drei Monaten bis Ende August fiel der Gewinn binnen Jahresfrist um ein Prozent auf 459 Millionen Dollar oder 1,45 Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar. Am Markt kam der Zwischenbericht nicht gut an, Investoren reagierten verschnupft: Die FedEx-Aktie gab im frühen Handel in New York 2,6 Prozent nach. Anteilsscheine des Konkurrenten Deutsche Post notierten dagegen fast unverändert.

FedEx-Lenker Smith will nun auf die Kostenbremse treten - und zudem im Express-Geschäft die Preise erhöhen. Denn gerade diese Sparte bereitet dem Konzern Sorge. Im abgelaufenen Quartal brach der operative Gewinn dort um 28 Prozent auf 207 Millionen Dollar ein. Das US-Geschäft sei zurückgegangen, zudem würden viele Kunden auf einen billigeren Versand umsatteln, um Geld zu sparen. Es gebe "viel mehr Bewegungen auf den Ozeanen" als in der Luft, sagte Smith. Auch Post-Finanzchef Larry Rosen hatte jüngst erklärt, Kunden versuchten, von der aufwendigen Luftfracht auf den günstigeren Transport ihrer Sendungen auf dem Seeweg umzusatteln.

Auch US-Branchenführer UPS hatte im vergangenen Juli seinen Ausblick senken müssen. Der Konzern verwies zur Begründung auf die unsichere Wirtschaftslage. Die Deutsche Post hatte ihre Gewinnprognose im August dagegen in die Höhe geschraubt. "Unser Wachstumstrend ist vollkommen intakt", hatte Finanzchef Rosen damals betont.

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