Oops, S&P droht der Commerzbank mit dem Rotstift

Oops, S&P droht der Commerzbank mit dem Rotstift

Der Kreditbewerter befürchtet, dass der tiefgreifende Umbau der zweitgrößten deutschen Bank länger dauern könnte als geplant. S&P will nun bis zu drei Monate lang prüfen, ob die Agentur das "A"-Langfristrating für die Schulden der Bank um eine Stufe senkt.

Bei der Entscheidung werde vor allem das deutsche Privatkundengeschäft eine Rolle spielen. Auch die hohe Konzentration von Risiken im gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierungs-Geschäft wollen die Analysten unter die Lupe nehmen.

Aufgeschreckt hatten S&P die vorläufigen Geschäftszahlen 2012, die für das vierte Quartal operativ eine "schwarze Null" offenbart hatten. "Wir glauben jetzt, dass das Vorhaben, das Geschäftsmodell besser auszubalancieren, komplexer und zeitraubender sein könnte als wir angenommen hatten, und dass es länger dauern könnte, bessere und nachhaltigere Ergebnisse zu erzielen", heißt es in der Studie von S&P-Ratinganalyst Harm Semder, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Zahlen und die Abschreibung auf erwartete Steuervorteile deuteten darauf hin, dass die Commerzbank in der nächsten Zeit noch schlechter abschneiden könnte als S&P sich das vorgestellt habe.

Auch die 500 Millionen Euro, die die Bank im ersten Quartal 2013 für den Abbau von bis zu 6000 Arbeitsplätzen zurückgelegt hat, "geben Anlass zu der Annahme, dass der Umfang und die Komplexität des Übergangsprozesses größer als vorher angenommen sein könnte, und dass die Bank noch nicht so weit sein dürfte wie gedacht", heißt es in der Studie.

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