Online-Musikplattform Spotify drängt an die Börse - IPO noch 2014 möglich

Online-Musikplattform Spotify drängt an die Börse - IPO noch 2014 möglich

Das schwedische Start-up Spotify könnte sich eine Notierung am Aktienmarkt vorbereiten. Eine Stellenanzeige für einen Bilanzexperten brachte entsprechende Gerüchte in Umlauf. Experten schätzen einen Börsengang des Unternehmens auf acht Millionen Dollar.

Der Online-Musikdienst Spotify schürt mit der Suche nach einem Bilanzexperten Spekulationen über einen bevorstehenden Börsengang. Das schwedische Start-Up schaltete unter anderem auf seiner Website eine Stellenanzeige, aus der Beobachter am Montag die Vorbereitung auf eine möglicherweise milliardenschwere Notierung am Aktienmarkt ableiteten.

Gesucht wird ein Kandidat, der die Geschäftsberichte auf den Standard der US-Börsenaufsicht SEC bringen kann, heißt es in dem Jobangebot. Spotify äußerte sich nicht zu der Frage, ob ein Sprung auf Parkett in Planung sei. Ein Sprecher erklärte lediglich, die Bilanzen des wachsenden Unternehmens sollten korrekt bleiben und internationalen Standards entsprechen. "Es sieht aus, als bereiteten sie sich auf einen IPO vor", sagte ein auf Finanzen spezialisierter Unternehmensjurist, der nicht von Spotify beschäftigt wird. Ein Investment-Banker schätzt, bei einem Börsengang im kommenden Jahr in den USA könnte Spotify mit bis zu acht Milliarden Dollar bewertet werden. Dafür machten sich die Schweden auch mit ihrer laufenden Expansion fit, sagte er.

250 Millionen Dollar in der Tache

Spotify hatte im November 250 Millionen Dollar eingesammelt und war damit zu einer der weltweit am besten mit Kapital ausgestatteten Start-Ups aufgestiegen. Das Unternehmen bietet einen auch in Österreich populären Streaming-Dienst an, bei dem Musik direkt aus dem Netz übertragen wird. Die Nutzung der Streaming-Plattform ist in Österreich am PC über eine fixe Internetanbindung kostenlos, für die mobile Nutzung am Smartphone gibt es Abo-Modelle.

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