Nokia bleibt in der Verlustzone stecken

Nokia bleibt in der Verlustzone stecken

Aktie steigt kurzfristig an - Anleger freuen sich über kleinste Erfolge.

Der kriselnde Handy-Riese Nokia kann die Kette von Megaverlusten nicht stoppen. Im vergangenen Quartal gab es ein Minus von 1,41 Milliarden Euro, wie das finnische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Besonders schmerzhaft sind die weiterhin sinkenden Zahlen im Smartphone-Geschäft: Der Absatz der internetfähigen Handys fiel um 39 Prozent auf 10,2 Millionen Geräte. Der Umsatz brach um knapp ein Fünftel auf 7,5 Milliarden Euro ein, die Gewinnspanne in der für den Konzern so wichtigen Handysparte sackte auf minus 9,1 Prozent ab.

Im Vorquartal war die Marge noch bei minus drei Prozent gelegen. Im dritten Quartal rechnet das Management nun mit einem ähnlich schwachen Wert. Erneut sank auch der Durchschnittspreis, den die Finnen für ihre Handys erzielen konnten, diesmal von 62 Euro vor einem Jahr auf nun 48 Euro. Auch operativ weitete sich der Verlust aus: Nach 487 Millionen Euro fehlten nun mit 826 Millionen Euro fast doppelt so viel. An der Börse stieg die Aktie dennoch um mehr als zehn Prozent.

Davon waren allerdings bereits vier Millionen Smartphones der neuen Lumia-Reihe mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone. Der Ende 2011 eingeführte Hoffnungsträger konnte sein Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal damit zwar verdoppeln - allerdings verkaufen die Marktführer Samsung und Apple regelmäßig 35 bis 40 Millionen Smartphones in einem Vierteljahr.

Nokia steckt schon seit mehreren Quartalen tief in den roten Zahlen fest. Das Jahr 2011 endete mit einem Verlust von 1,16 Milliarden Euro. Allein im vergangenen Vierteljahr gab es ein Minus von 929 Millionen Euro. Konzernchef Stephen Elop setzte im Juni ein drastisches Sparprogramm mit dem Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen in Gang. Das laufende Quartal werde wegen Produktumstellungen schwierig, kündigte der Manager an. Die Sanierung des Konzerns werde weiter mit Hochdruck vorangetrieben.

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