"Nokia geht uns nichts an"

"Nokia geht uns nichts an"

Die finnische Regierung will dem taumelnden Handyriesen Nokia nicht mit Aktienkäufen unter die Arme greifen.

"Das geht uns nichts an", sagte Ministerpräsident Jyrki Katainen am Mittwoch zu Spekulationen, der Staat könnte das finnische Unternehmen mit einem Einstieg stützen und so vor einer Übernahme durch einen ausländischen Konzern schützen. "Wir wollen Finnland zu einem Land machen, in dem Unternehmen gut arbeiten können, aber dies ist nicht der Weg der Unterstützung, den die Regierung gehen will."

Die Regierung hält allerdings bereits Anteile an Unternehmen, die als besonders wichtig für die nationalen Interessen gelten, wie etwa Firmen aus der Holz- und der Chemiebranche. Zudem ist der Staat Mehrheitseigner an der angeschlagenen Fluggesellschaft Finnair und an dem Energiekonzern Fortum.

Nokia war in Zeiten einfacher Handys profitabler Weltmarktführer, hat den Übergang zu den Smartphone-Alleskönnern aber weitgehend verpasst. Seit Jahren kämpfen die Finnen eher vergeblich gegen die Dominanz von Apple und Samsung an. Vergangene Woche hatte der Konzern mitgeteilt, seinen Job-Kahlschlag mit dem Abbau weiterer 10.000 Stellen zu verschärfen. Dabei soll auch der Standort Ulm mit 730 Mitarbeitern geschlossen werden. Nokia hat damit seit Anfang 2011 die Streichung von rund 40.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Zeitgleich mit den neuen Plänen zum Jobabbau gab Nokia die zweite Gewinnwarnung binnen neun Wochen heraus. Die Firma steht seit längerem unter Druck, das Ruder herumzureißen. Gebe es keine echte Trendwende in der zweiten Jahreshälfte, würden die Zweifel an Nokias Zukunft wachsen, warnten Experten.

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