Nokia: 10.000 müssen gehen - Aktie bricht ein

Nokia: 10.000 müssen gehen - Aktie bricht ein

Mit einer Gewinnwarnung und einem radikalen Sparkurs überrascht der finnische Handyriese Nokia am Donnerstagmorgen. Die Aktie fällt auf den tiefsten Stand seit 1996.

Umbau im Management, Werksschließungen in Finnland, Deutschland und Kanada und der Abbau von 10.000 Jobs - so will der seit 2010 als CEO fungierende Nokia-Boss Stephen Elop das Ruder beim strauchelnden Riesen herumreißen.

Gleichzeitig mit einer Gewinnwarnung präsentierte das Management Donnerstagfrüh seine Sparpläne, die 10.000 Mitarbeitern - fast ein Fünftel aller direkt bei Nokia Beschäftigten - den Job kosten wird.

An der finnischen Börse brach der Kurs der Nokia-Aktie in einer ersten Reaktion bis auf zwei Euro ein. Der tiefste Stand seit 1996. Nokia, ursprünglich ein Papierproduzent und ein Erzeuger für Gummistiefel, hat seit der Einführung des iPhone durch Apple nicht nur ständig Marktanteile verloren sondern auch an die 70 Milliarden € an Marktwert eingebüsst.

Die operative Marge im einst so gewinnträchtigen Handy-Geschäft bracjh im vergangenen Jahr auf 3,7 Prozent ein. Vor der Einführung des iPhones lag die Marge noch bei mehr als 20 %.

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