Nike geht die Puste aus

Nike geht die Puste aus

Höhere Kosten für die Vermarktung und auch für die Herstellung seiner Schuhe, T-Shirts und anderer Sportartikel nagen am Gewinn des Branchenprimus Nike.

Im ersten Geschäftsquartal (Juni bis August) verdiente der Adidas-Rivale unterm Strich 567 Mio. Dollar (440 Mio. Euro) und damit 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Firmenchef Mark Parker gab sich am Donnerstag dennoch mehr als zufrieden. Denn Nike erzielte mit 6,7 Mrd. Dollar einen Rekordumsatz. Das war ein Plus von 10 Prozent. Die Amerikaner versuchen, Adidas auf Abstand zu halten. Die Deutschen, zu denen auch Reebok gehört, nehmen Anlauf auf die Weltspitze.

Die Börsianer zeigten sich von dem Abschneiden Nikes dagegen wenig begeistert. Nachbörslich sank der Kurs um 3 Prozent. Knackpunkt waren vor allem die rückläufigen Bestellungen aus China. Weltweit lagen die Order, die in den Monaten September bis Jänner ausgeliefert werden, bei 8,9 Mrd. Dollar und damit 6 Prozent höher.

In Westeuropa musste Nike zuletzt bereits einen Umsatzrückgang hinnehmen. Hier hatte der Konzern 2008 den schwächelnden britischen Sportartikelhersteller Umbro übernommen, um einen Fuß in den Fußballmarkt zu bekommen. Die Amerikaner wollen die Tochter jedoch wieder loswerden, genauso wie die US-Modemarke Cole Haan.

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