Neuausrichtung von Beiersdorf scheint gelungen

Neuausrichtung von Beiersdorf scheint gelungen

Die Neuausrichtung des Nivea-Herstellers Beiersdorf unter dem neuen Chef Stefan Heidenreich trägt Früchte: Dank des Erfolgs seiner Kosmetikprodukte in den Schwellenländern hob der Hamburger Konzern kurz vor Jahresende noch einmal seine Umsatzprognose an.

Für 2012 erwarte man nun ein Umsatzwachstum von "deutlich über vier Prozent" nach zuvor drei bis vier Prozent, teilte Beiersdorf am Donnerstag mit. Die Erlöse in der Shampoo- und Hautcremesparte sollen ebenfalls um mehr als vier Prozent steigen. "Wir sind mit dem bisherigen Verlauf unseres Geschäftsjahres zufrieden", erklärte Heidenreich.

Der seit April amtierende Konzernchef hat Beiersdorf konsequenter auf Wachstumsmärkte in Osteuropa, Südamerika und Asien ausgerichtet, um die Umsatzrückgänge im krisengebeutelten Westeuropa wettzumachen. Beiersdorf bereinigte das europäische Sortiment und nahm etwa ein Fünftel der Produkte aus den Regalen. "Die Maßnahmen, die in der Blue Agenda - unserem strategischen Kompass - zusammengefasst sind, beginnen zu greifen", erläuterte Heidenreich. Erst Anfang November hatte Beiersdorf seine Umsatzprognose auf ein Wachstum von "drei bis vier Prozent" von zuvor drei Prozent angehoben. 2011 hatte Beiersdorf einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von 259 Millionen Euro erzielt.

An der Börse kam die erneute Prognoseerhöhung innerhalb von vier Wochen gut an: Die Beiersdorf-Aktien kletterten um 1,5 Prozent auf 61,47 Euro. Seit Jahresbeginn haben die im Dax gelisteten Titel fast 40 Prozent an Wert gewonnen. "Das hat mich schon überrascht, dass das jetzt nach Ende der Berichtssaison noch kam. Positiv ist es allemal, da es bei Beiersdorf lange genug auch Probleme gegeben hatte", sagte ein Händler. Analysten sind aber noch optimistischer als Beiersdorf: Reuters-Daten zufolge erwarten sie für 2012 im Schnitt ein Umsatzplus von 6,5 Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro.

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