Netzwerk-Sparte NSN bereitet Nokia Kopfzerbrechen

Netzwerk-Sparte NSN bereitet Nokia Kopfzerbrechen

Der operative Gewinn im künftigen Kerngeschäft mit Funk- und Schalttechnik brach um 33 Prozent auf 218 Millionen Euro ein, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Für das vierte Quartal rechnet Nokia jedoch mit Aufwind. Dann soll sich die Gewinnmarge auf rund zwölf Prozent von zuletzt 8,4 Prozent verbessern. Dies kam bei Anlegern gut an: Die Aktie stieg um knapp fünf Prozent.

Ab Frühjahr 2014 gehört das angeschlagene Handygeschäft, mit dem Nokia groß geworden ist, zu Microsoft. Der US-Softwarekonzern hatte die Sparte im September für 5,4 Milliarden Euro erworben. Dann will sich Nokia ganz auf die Netztechnik konzentrieren. Doch genau hier lief es alles andere als rund: Der Umsatz der Tochter NSN brach um 26 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro ein. Für das vierte Quartal prognostiziert Nokia jedoch Wachstum.

Erst kürzlich hatten die Finnen dem Münchner Siemens -Konzern den Anteil an dem NSN-Gemeinschaftsunternehmen abgekauft. Doch der harte Wettbewerb setzt der gesamten Netztechnikbranche zu. Auch Marktführer Ericsson machte zuletzt Probleme aus. In Europa kämpft neben Nokia vor allem der französische Anbieter Alcatel-Lucent mit der Billigkonkurrenz aus China.

Positive Absatzentwicklung bei Lumia-Smartphones

Der einstige Handy-Pionier hat zudem der starken Konkurrenz durch Apple und Samsung nur wenig entgegenzusetzen. Seit Quartalen hängt der Konzern im Handy-Geschäft in der Verlustzone fest. Nachdem die Finnen lange den Markt dominierten, verschliefen sie den Trend zu Smartphones. Erst mit den Lumia-Handys stieg Nokia richtig in den Markt ein.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten verzeichnet der Konzern hier nun erste Fortschritte. Der Lumia-Absatz stieg zum Vorquartal um 19 Prozent auf 8,8 Millionen Geräte. Auch im Geschäft mit klassischen Handys setzte Nokia mit einem Plus von vier Prozent auf 55,8 Millionen Exemplare etwas mehr ab. Trotz dieser Verbesserungen ging der Umsatz in der Handysparte um 19 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro zurück. Der operative Verlust reduzierte sich aber zumindest auf 47 Millionen Euro nach 252 Millionen im Vorjahr.

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