Nasdaq zahlt Rekordstrafe wegen Debakel bei Facebook-Börsengang

Nasdaq zahlt Rekordstrafe wegen Debakel bei Facebook-Börsengang

Das ist das höchste Bußgeld, das die US-Aufsichtsbehörde SEC jemals einem Börsenbetreiber aufbrummte. Die Nasdaq erklärte sich den SEC-Angaben vom Mittwoch zwar bereit, die Summe zu zahlen. Sie habe die Anschuldigungen im Zusammenhang mit dem Facebook-Börsengang damit aber weder zugegeben noch von sich gewiesen.

Das Online-Netzwerk Facebook war am 18. Mai vergangenen Jahres an die Börse gegangen und nahm mit der Erstemission (IPO) 16 Milliarden Dollar ein. Wegen technischer Mängel verzögerte sich der Handel jedoch um 30 Minuten. Mehr als 30.000 Aufträge wurden deswegen teilweise mit Verspätungen von mehr als zwei Stunden bearbeitet. Weil die Aktie nach anfänglichen Gewinnen an Wert verlor, verbuchten einige Investoren und Händler hohe Verluste. Es wird geschätzt, dass sie sich auf 500 Millionen Dollar beliefen.

Zusätzlich zu der Strafe hat sich die Nasdaq bereiterklärt, 62 Millionen Dollar an Entschädigungen zu zahlen. Die SEC genehmigte den Plan bereits Ende März. Nasdaq-Chef Robert Greifeld erklärte nun, die Probleme bei dem Facebook-IPO seien einmalig gewesen. Die Börse habe daraus ihre Lehren gezogen.

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