Nach dem EU-Wahlergebnis: DAX auf Rekordhoch

Nach dem EU-Wahlergebnis: DAX auf Rekordhoch

Nach dem Ergebnis der Europawahlen ist der DAX in Feierlaune: Er erreichte ein neues Rekordhoch von 9876,10 Zählern. Auch der ATX liegt im Plus.

Nach den Wahlen in Europa und der Ukraine macht sich an den Aktienmärkten Erleichterung breit. Der Dax ( ISIN: DE0008469008 ) kletterte am Montag in der Spitze um 1,1 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 9876,10 Zählern. Der EuroStoxx50 stieg um 0,9 Prozent auf 3233 Punkte, den höchsten Stand seit Anfang April. Der deutliche Sieg des Milliardärs Petro Poroschenko bei der Präsidentenwahl in der Ukraine weckte unter den Anlegern Hoffnung auf eine Stabilisierung der Lage. Die russischen Börsen notierten rund ein Prozent höher.

Nicht aus der Ruhe bringen ließen sich die Investoren von den Zugewinnen rechtspopulistischer und EU-kritischer Parteien in Europa ( Mehr dazu unter diesem Link ). In Frankreich wurde der rechtsextreme Front National Prognosen zufolge stärkste Kraft, in Dänemark legte die rechtsgerichtete Dänische Volkspartei deutlich zu. Das sei sicherlich ein Schock für Europa, sagte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe. "Für das Europäische Parlament als Gesamtes gilt aber: Die etablierten Parteien verfügen über mehr als zwei Drittel der Sitze. Der pro-europäische Kurs in Straßburg ist also nicht gefährdet." Der Euro notierte mit 1,3640 Dollar etwas höher als im Schlussgeschäft vom Freitag.

An der Börse Wien lag der ATX um 10:50 Uhr bei 2493,47 Punkten, immerhin ein Plus von 1,3 Prozent.

Frankreich schwächelt

Nicht so rosig ist die Situation hingegen nach der Wahl in Frankreich: Das starke Abschneiden des rechtsextremen Front National bei der Europawahl hat am französischen Finanzmarkt für Verunsicherung gesorgt. Der Pariser Leitindex notierte am Montag mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent nur knapp im Plus, während viele andere europäische Indizes deutlich fester tendierten. Das Nachsehen hatten auch die zehnjährigen Staatsanleihen des Landes. Die Kurse gingen etwas zurück, im Gegenzug kletterte die Rendite auf 1,830 Prozent nach 1,816 Prozent im Geschäft vom Freitag. "Die mit einer satten Mehrheit regierende sozialistische Partei hat bei der Europawahl einen herben Schlag erlitten", urteilt Commerzbank-Analyst Christoph Weil in einem Kommentar: "Damit bleibt es für die Regierung schwierig, die notwendigen Reformen umzusetzen."

Die französische Regierung zog am Montag bereits erste Konsequenzen aus der Wahlschlappe: Ministerpräsident Manuel Valls versprach am Montag weitere Steuersenkungen für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen.

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