Moody's rüffelt Nokia

Moody's rüffelt Nokia

Vor kurzem hatte der finnische Handyhersteller seinen Partner im Joint Venture Nokia Siemens Networks für 1,7 Mrd. Euro ausgekauft. Mit "B1" ist das Nokia-Rating jetzt vier Stufen unterhalb der Güteklasse Investmentgrade, wie Moody’s am Donnerstagabend mitteilte.

Zudem haben die Bonitätswächter das Rating mit einem negativen Ausblick versehen. Standard & Poor’s hatte das Nokia-Rating bereits im Juli gesenkt.

Moody’s verwies in der Mitteilung auf Probleme beim Cash-Flow aufgrund der geringeren Nachfrage nach den Handys des Konzerns mit Sitz im finnischen Espoo. Vorstandschef Stephen Elop hat mehr als 20.000 Stellen gestrichen und erstmals seit 143 Jahren die Dividendenzahlung ausgesetzt, um die Finanzen des Konzerns auf Vordermann zu bringen. Im Juli berichtete Nokia einen Absatzrückgang bei Handys von 24 Prozent im zweiten Quartal. Über neun Quartale hat das finnische Unternehmen mehr als 5 Mrd. Euro an Verlusten eingefahren.

“Wir glauben, dass das Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten haben wird, in seinem Kernbereich Smartphones und Mobilfunk nachhaltig in die Gewinnzone zurückzukehren”, erklärte Roberto Pozzi, Analyst für Nokia bei Moody’s. “Es ist unwahrscheinlich, dass Nokia vor 2014 auf Basis des Cash-Flows schwarze Zahlen schreibt.”

Die Nokia-Aktie notierte am Freitagvormittag 0,3 Prozent fester bei 3,07 Euro. Für dieses Jahr liegt die Aktie 5,2 Prozent im Plus.

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