Monte Paschi will Milliarden-Schadensersatz wegen Derivaten

Monte Paschi will Milliarden-Schadensersatz wegen Derivaten

Hintergrund seien umstrittene Derivate-Geschäfte, die der ältesten Bank der Welt hohe Verluste eingebrockt hatten, verlautete am Mittwoch aus Justizkreisen.

Das toskanische Institut verlange insgesamt mindestens 1,2 Mrd. Euro. In einem Fall sollten zwei frühere Manager sowie Nomura rund 700 Mio. Euro berappen. Wegen eines anderen Derivate-Geschäfts sollten die Deutsche Bank und die beiden Ex-Führungskräfte der Bank mindestens 500 Mio. Euro zahlen.

Im Zentrum der Probleme der drittgrößten Bank Italiens stehen komplexe und schwer durchsichtige Derivate-Geschäfte unter anderem mit der Deutschen Bank und Nomura, mit denen das italienische Institut 2008 und 2009 Löcher in der Bilanz stopfen wollte. Sie führten dann aber zu Verlusten über insgesamt 730 Mio. Euro. Damals waren unter anderem die beiden nun verklagten Ex-Spitzenmanager am Ruder. Gegen beide ermittelt auch die Staatsanwaltschaft.

Bei der Deutschen Bank, die rund um den Globus mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten kämpfen muss, war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Monte Paschi und Nomura wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.

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